AMSTERDAM: Am 1. April 2001 wurden in Amsterdam erstmals vier gleichgeschlechtliche Paare getraut. Es war eine Weltpremiere.
Amsterdam feiert die Legalisierung der Homo-Ehe vor genau 25 Jahren. Kurz nach Mitternacht gaben sich drei Paare im Rathaus der niederländischen Hauptstadt das Ja-Wort. Sie wurden von Bürgermeisterin Femke Halsema getraut, erster Gratulant war Regierungschef Rob Jetten.
Am 1. April 2001 hatten vier Paare im Amsterdamer Rathaus geheiratet. Die völlige rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren war eine Weltpremiere. Seither gaben sich mehr als 36.000 lesbische oder schwule Paare in dem Land das Ja-Wort.
Und auch weltweit folgten fast 40 Länder dem Beispiel, zuletzt Thailand, als erstes Land Asiens. In Deutschland wurde die Ehe für alle 2017 legalisiert. Doch nach Angaben des deutschen Außenministeriums ist Homosexualität noch in rund 70 Ländern strafbar, in 7 droht für gleichgeschlechtlichen Sex sogar die Todesstrafe.
Premier ist stolz
Ministerpräsident Jetten sagte, er sei stolz auf die Gleichstellung der Ehe. Er ist der erste offen homosexuelle Regierungschef der Niederlande, und er will in diesem Jahr seinen Verlobten Nicolás Keenan, argentinischer Hockey-Spieler, heiraten.
Er erinnerte sich auch noch genau an den Tag vor 25 Jahren. «Als 14-jähriger Teenager hatte ich die Hochzeitsfeier in Amsterdam im Fernsehen gesehen», sagte er dem niederländischen Radio. «Für mich war es eine Bestätigung: Ich gehöre dazu, genau wie jeder andere auch.»