Ballons bei Parade über New York

​Amerikaner feiern Thanksgiving 

Die Macy's Thanksgiving Day Parade in New York. Foto: epa/Porter Binks
Die Macy's Thanksgiving Day Parade in New York. Foto: epa/Porter Binks

NEW YORK: Corona ist auch in den USA noch nicht ausgestanden. Aber in diesem Jahr ist die Situation deutlich besser als im vergangenen: Viele Menschen haben sich zum traditionellen Truthahn-Essen mit der Familie aufgemacht. Auch US-Präsident Biden ist optimistisch.

In den USA haben die Menschen zum zweiten Mal im Schatten der Corona-Pandemie das traditionelle Thanksgiving-Fest begangen. Nach einer weitgehenden Zwangspause im vergangenen Jahr jubelten in New York am Donnerstag wieder Zehntausende Menschen bei der traditionellen Thanksgiving-Parade riesigen Heliumballons zu. «Meine Botschaft lautet: Nach zwei Jahren (...) ist Amerika wieder da. Es gibt nichts, was wir nicht überwinden können», sagte US-Präsident Joe Biden am Telefon im Gespräch mit einem Fernsehmoderator während der Parade.

Biden und seine Ehefrau Jill verschickten auch einen Videogruß an die Menschen im Land. «Nachdem wir im letzten Jahr getrennt waren, wissen wir die kleinen Momente, die wir nicht planen oder wiederholen können, jetzt umso mehr zu schätzen», sagte Jill Biden. Der Präsident würdigte besonders den Einsatz des Militärs. Er und seine Ehefrau verbrachten das Fest gemeinsam mit der Familie auf der Ferieninsel Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts. Dort besuchte das Paar auch die Küstenwache und wünschte den Einsatzkräften ein frohes Thanksgiving-Fest.

Erst am Mittwochabend war bekannt geworden, dass dem 79 Jahre alten Biden in der vergangenen Woche ein «gutartig erscheinender» Polyp aus dem Dickdarm entfernt worden war. Das röhrenförmige Adenom sei rund drei Millimeter groß gewesen, schrieb Arzt Kevin O'Connor in einem Brief. Ein Adenom sei eine langsam wachsende Geschwulst, gelte jedoch als mögliche Vorstufe einer Krebserkrankung. Derzeit seien keine weiteren Maßnahmen nötig. Das Gewebe solle nach der Entfernung am vergangenen Freitag nun untersucht werden.

Thanksgiving (Danksagung) ist in den USA einer der bedeutendsten Feiertage. Viele Familien kommen am verlängerten Wochenende zum traditionellen Truthahn-Essen zusammen. Das Reiseaufkommen im Land ist dann besonders hoch. Im vergangenen Jahr waren viele Menschen wegen der Pandemie zu Hause geblieben - dieses Mal war die Situation deutlich normaler. Zwar steigen auch in den USA die Corona-Zahlen wieder an - die Lage ist aktuell aber keineswegs vergleichbar mit Deutschland. Amerika war aber im Sommer von einer heftigen Delta-Welle getroffen worden. «Wir behalten diejenigen im Herzen, die wir verloren haben», sagte Präsident Biden in seinem Videogruß.

In New York fand die Thanksgiving-Parade wieder auf der gewohnten Route und mit mehr als einem Dutzend Ballons statt. Unter anderem schwebten, Snoopy, Spongebob, ein Schlumpf und Chase von «Paw Patrol» am Central Park entlang und durch die Straßenschluchten Manhattans in Midtown. Im vergangenen Jahr hatte das Spektakel wegen der Pandemie coronakonform stattgefunden - deutlich kleiner, nur an einem Ort und für Zuschauer nur online zu sehen. Die Parade, die von der Kaufhauskette Macy's veranstaltet wird, fand in diesem Jahr zum 95. Mal statt.

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