Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Sonntag

Foto: Freepik
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Nächtlicher Vulkanausbruch auf Sizilien - Flughafen zeitweise dicht

ROM: Wegen eines Vulkanausbruchs auf der italienischen Insel Sizilien ist der Betrieb am Flughafen der Stadt Catania zeitweise gestoppt worden. In der Nacht zu Sonntag hatte der Ätna wieder Lava und Asche gespuckt, wie das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) am Sonntagmorgen mitteilte. Der Flughafen südlich des mehr als 3300 Meter hohen Berges schränkte am Samstag wegen der Vulkanaktivität den Flugverkehr zunächst ein und stoppte den Betrieb am frühen Sonntagmorgen schließlich, wie der Airport auf Twitter schrieb. Am Vormittag konnten demnach wieder Flugzeuge starten und landen.

Laut INGV schossen die Lavaströme aus dem Krater auf der Südost-Seite des Ätna. Der Vulkan war in den vergangenen Wochen immer wieder ausgebrochen und hatte für ein spektakuläres Naturschauspiel gesorgt. Von größeren Schäden oder Verletzten wurde zunächst nicht berichtet.


Lufthansa umfliegt Belarus weiterhin bis mindestens 20. Juni

BERLIN: Nach der erzwungenen Landung einer Passagiermaschine in der belarussischen Hauptstadt Minsk umfliegt die Lufthansa weiterhin den Luftraum über der ehemaligen Sowjetrepublik. «Bis einschließlich 20. Juni werden weiterhin alle Airlines der Lufthansa Group sowohl Minsk nicht anfliegen als auch den belarussischen Luftraum meiden», sagte eine Sprecherin von Lufthansa Cargo. Wie es danach weitergeht, entscheide sich in den kommenden Tagen. Zuerst hatte die «Welt am Sonntag» berichtet.

Die Lufthansa Group habe diesen Zeitraum Ende Mai nach der von Belarus mit einem Kampfjet erzwungenen Landung einer Ryanair-Maschine in Minsk und der folgenden Festnahme des oppositionellen Bloggers Roman Protassewitsch und seiner Freundin festgelegt, sagte die Sprecherin. Kurz vor Ablauf werde nun neu beraten und je nach Lage beurteilt, ob die Maßnahmen verlängert oder aufgehoben würden.

Die EU hatte nach den Ereignissen Ende Mai die europäischen Fluggesellschaften aufgefordert, den Luftraum über Belarus zu meiden. Seit vergangenem Wochenende dürfen belarussische Fluggesellschaften nicht mehr in den Luftraum der EU fliegen. Zur Lufthansa Group gehören neben der Lufthansa und Lufthansa Cargo unter anderem Swiss und Eurowings.


Passagier greift Crewmitglieder an - Delta-Flug muss zwischenlanden

WASHINGTON: Ein renitenter Passagier hat ein Flugzeug der Airline Delta vorzeitig zur Landung gezwungen. Der Zwischenfall ereignete sich am Freitag (Ortszeit) auf dem Weg von Los Angeles nach Atlanta. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf die Polizei in Oklahoma City, dass Besatzungsmitglieder und Passagiere den Mann überwältigt hätten, nachdem dieser zwei Flugbegleiter angegriffen und gedroht habe, das Flugzeug zum Absturz zu bringen.

Die «Auseinandersetzung» habe sich im vorderen Teil des Flugzeugs abgespielt, erklärte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Samstag auf Anfrage. Er dankte Besatzungsmitgliedern und Passagieren, die geholfen hätten, den Mann auf dem Weg nach Oklahoma City festzuhalten, wo das Flugzeug ohne Probleme gelandet sei. Der Mann sei festgenommen worden.

Im Mai hatte ein Vorfall an Bord einer Maschine von Southwest Airlines für Schlagzeilen gesorgt. Eine Reisende hatte auf dem Weg von Sacramento nach San Diego auf eine Flugbegleiterin eingeschlagen. Die Mitarbeiterin verlor zwei Zähne. In der Folge gaben American und Southwest Airlines bekannt, den Ausschank von Alkohol nicht wie geplant auch an Passagiere mit günstigen Tickets wieder anzubieten.

Vor wenigen Monaten hatte der Chef der Luftfahrtbehörde FAA, Steve Dickson einen «besorgniserregenden Anstieg» von Vorfällen beklagt, bei denen Passagiere Flüge durch «bedrohliches oder gewalttätiges Verhalten» gestört hätten. Eine Sprecherin erklärte am Samstag auf Anfrage, seit Anfang des Jahres seien bei der FAA ungefähr 2900 Berichte von renitentem Verhalten von Passagieren eingegangen. Bei 2200 gemeldeten Vorfällen sei es um Passagiere gegangen, die sich weigerten, die bundesweite Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus zu befolgen.

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