Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Mittwoch

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EU-Gericht weist Ryanair-Klage gegen Millionen-Hilfe für Condor ab

LUXEMBURG: Das Gericht der Europäischen Union hat eine Klage der Fluggesellschaft Ryanair gegen ein millionenschweres deutsches Rettungsdarlehen für die Fluglinie Condor abgewiesen. Nach der Insolvenz des Mutterkonzerns Thomas Cook hatte Deutschland eine Geldspritze in Höhe von 380 Millionen Euro zugunsten von Condor angemeldet, die von der EU-Kommission genehmigt wurde. Diese Beihilfe sei mit EU-Recht vereinbar gewesen, erklärte das Gericht am Mittwoch.

Ryanair hatte den Beschluss der EU-Kommission angefochten und unter anderem ein fehlendes förmliches Prüfungsverfahren vor der Genehmigung geltend gemacht. Das Gericht wies dies zurück. Zudem habe Ryanair nicht widerlegen können, dass die finanziellen Schwierigkeiten von Condor hauptsächlich an der Insolvenz der Thomas Cook Gruppe lagen. In ihrer Klage hatte Ryanair argumentiert, Condors Finanznot sei durch eine willkürliche Kostenverteilung innerhalb der Thomas Cook Gruppe entstanden. Gegen das Urteil kann noch beim Europäischen Gerichtshof vorgegangen werden.

Die im September 2019 angemeldete Beihilfe zielte darauf ab, den regulären Luftverkehr aufrechtzuerhalten und die durch die Insolvenz ihrer Muttergesellschaft verursachten negativen Auswirkungen für Condor in Grenzen zu halten. Die EU-Kommission betonte damals auch, der Kredit werde «im Interesse der Fluggäste zur ordnungsgemäßen Aufrechterhaltung der Flugdienste beitragen». Er sei an strenge Auflagen geknüpft.


Reeder CMA CGM steigt bei Air France-KLM ein - Luftfrachtkooperation

PARIS: Die französische Großreederei CMA CGM steigt mit einem Anteil von bis zu neun Prozent bei der Fluggesellschaft Air France-KLM ein. Im Rahmen einer langfristigen strategischen Partnerschaft im Luftfrachtsektor werde die Reederei ein neuer Hauptaktionär der Airline, teilten beide Unternehmen am Mittwoch in Paris mit. Die exklusive Kooperation der beiden Firmen über eine Dauer von zehn Jahren zielt auf eine gemeinsame Vermarktung von Luftfrachtkapazitäten; gemeinsame Investitionen sollen Wachstum schaffen. Die Frachtflieger beider Unternehmen sollen gemeinsam genutzt und weitere beschafft werden, außerdem sollen die Frachtkapazitäten der Air France-KLM Linienflüge genutzt werden.

Die Beteiligung könnte anlässlich der kürzlich angekündigten Kapitalerhöhung von Air France-KLM erfolgen, hieß es. Die Konzernspitze lotet eine Kapitalerhöhung von bis zu vier Milliarden Euro aus, um die französischen Staatshilfen für Air France zurückzuzahlen. Die französisch-niederländische Airline plant nach Milliardenverlusten während der Corona-Pandemie im Sommer wieder schwarze Zahlen zu schreiben. CMA CGM gehört zu den weltweit größten Containerreedereien und rangiert bei der Frachtkapazität hinter Maersk und MSC auf Platz drei.

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