Aktuelle Meldungen der Luftfahrt am Freitag

Foto: Freepik
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Zwei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug auf Mont Blanc

ANNECY: Ein Kleinflugzeug ist in Frankreich beim Überfliegen des Mont Blanc abgestürzt.

Das Wrack der seit dem Vortag vermissten Maschine sei am Freitag in 2600 Metern Höhe mitten auf einem Gletscher entdeckt worden, teilte die Präfektur in Annecy mit. Die beiden Insassen kamen ums Leben. Dabei handelte es sich um einen Fluglehrer und seinen Schüler, wie die Zeitung «Le Parisien» berichtete. Die Maschine war nach Angaben der Präfektur am Donnerstag in Albertville zu einem Flug über den höchsten Berg der Alpen gestartet. Als die Maschine am Nachmittag vermisst wurde, startete eine große Suchaktion.


Ryanair-Beschäftigte in Belgien streiken - 127 Flüge gestrichen

BRÜSSEL: Wegen eines Streiks bei der irischen Fluggesellschaft Ryanair in Belgien fallen am Freitag und am Wochenende Hunderte Flüge aus. Knapp 130 Flüge am Flughafen Charleroi werden aufgrund des Arbeitskampfes des Kabinenpersonals und der Piloten von Freitag bis Sonntag gestrichen, wie eine Sprecherin des Flughafens der belgischen Nachrichtenagentur Belga sagte. Wegen des Arbeitskampfs könnten nur 36 Prozent der geplanten Flüge stattfinden.

Die Mitarbeiter fordern unter anderem, dass die belgischen Mindestlohn-Regeln für das Kabinenpersonal eingehalten werden. Die Gewerkschaft CSC kritisiert unter anderem, dass es für die Mitarbeiter kein Essen oder Trinken an Bord gebe und Lohnkürzungen unter Androhung von Massenentlassungen durchgesetzt würden.

Seit Donnerstag streiken in Belgien auch Piloten und Kabinenpersonal bei Brussels Airlines. Die Beschäftigten der Lufthansa-Tochter kritisieren unter anderem eine hohe Arbeitsbelastung. Die Fluggesellschaft kündigte vor Beginn des dreitägigen Streiks an, dass voraussichtlich 40.000 Menschen betroffen seien. Belga meldete, dass bis Samstag 315 Flüge gestrichen würden.


Luftverkehr hofft auf schnelle Genehmigung für Personal aus Türkei

BERLIN: Die Luftverkehrsbranche hofft auf rasche Ausnahmegenehmigungen deutscher Behörden für den Einsatz von etwa 2000 Arbeitskräften aus der Türkei an deutschen Flughäfen. «Wir hoffen, dass es sehr zügig geht», sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag auf Anfrage. Anschließend könnten die notwendigen Zuverlässigkeitsprüfungen innerhalb von etwa sechs Wochen erfolgen und die Beschäftigten bei Bodenverkehrsdiensten so noch während der Sommerreisezeit eingesetzt werden.

Flughäfen und Airlines in Deutschland und anderen Ländern Europas kämpfen mit erheblichen Personalengpässen. Nach mehr als zwei Corona-Jahren ist die Reiselust der Menschen groß. Von der Passagierkontrolle über die Flugzeugabfertigung bis hin zu den Flugbegleitern fehlen allerdings überall die Leute, die sich in der Pandemie andere Jobs gesucht haben. Zugleich hatten Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber in der Krise Stellen abgebaut.


Militärisches Transportflugzeug in Russland abgestürzt: Vier Tote

MOSKAU: Beim Absturz eines Militärtransportflugzeugs sind in Russland vorläufigen Informationen zufolge vier Menschen gestorben. Fünf weitere seien unweit der Stadt Rjasan 200 Kilometer südöstlich von Moskau verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Freitag unter Berufung auf die Gebietsverwaltung.

Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass an der Maschine des Typs Iljuschin Il-76 während eines Trainingsflugs eine Triebwerkstörung festgestellt worden sei. Deshalb habe sich die Besatzung für eine Notlandung entschieden, bei der das Flugzeug stark beschädigt worden sei.

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