Songkran ist das traditionelle Neujahrsfest der Tai-Völker und wird in Thailand vom 13. bis 15. April 2026 gefeiert. Es markiert symbolisch den Übergang in ein neues Jahr, in dem Altes abgewaschen und neues Glück willkommen geheißen wird. Familien kommen zusammen, besuchen Tempel und verbinden religiöse Rituale mit fröhlichen Festen im ganzen Land.
Am Morgen des 13. April besuchen viele Familien ihren Wat, bringen Reis, Früchte und andere Speisen als Gaben mit und bitten um Segen für das neue Jahr. Anschließend werden Buddha-Statuen sowie der Abt des Tempels respektvoll mit Wasser übergossen, was Reinigung, Respekt und das Abwaschen von Unglück symbolisiert. In Städten wie Chiang Mai ziehen geschmückte Wagen mit Buddha-Figuren durch die Straßen, damit auch andere Gläubige Wasser über die Statuen gießen können.
In der modernen Praxis ist Songkran gleichzeitig zu einem großen, landesweiten Wasserspektakel geworden. Auf Straßen in Bangkok, Chiang Mai, Pattaya und vielen anderen Orten liefern sich Menschen Wasserschlachten, bespritzen sich mit Eimern, Schläuchen oder Wasserpistolen und feiern ausgelassen. Trotz der fröhlichen Atmosphäre bleibt der respektvolle Kern des Festes wichtig: Älteren Menschen wird vorsichtig Wasser über die Hände gegossen, um ihren Segen zu erbitten, und viele beginnen den Tag mit stiller Andacht im Tempel, bevor sie sich ins bunte Treiben stürzen.
Am 14. April, dem zweiten Songkran-Tag, steht traditionell die Familie im Mittelpunkt. Viele Menschen reisen in ihre Heimatorte, besuchen Eltern und Großeltern und nehmen an Ritualen der Ehrfurcht gegenüber den Älteren teil. Dabei wird ihnen oft vorsichtig wohlriechendes Wasser über die Hände gegossen, als Zeichen des Respekts und um ihren Segen für das neue Jahr zu erbitten. In vielen Haushalten wird außerdem gründlich geputzt, um symbolisch Unglück und altes Leid „hinauszuwaschen“ und Platz für Neues zu schaffen.
Der 15. April gilt häufig als Tag der Erneuerung und des Neubeginns. An diesem Tag werden gute Vorsätze betont, es werden Spenden gegeben, Vögel oder Fische freigelassen oder andere kleine gute Taten vollbracht, um Verdienste zu sammeln. In den Städten gehen die Wasserschlachten weiter, während in ländlichen Regionen eher der besinnliche und familiäre Charakter überwiegt. So verbinden der 14. und 15. April spirituelle Reinigung, Familienzusammenhalt und fröhliches Feiern zu einem dichten, emotionalen Abschluss des Neujahrsfestes.