MANILA: Nach dem Durchzug des Taifuns «Melor» ist die Zahl der Toten auf den Philippinen auf 36 gestiegen. Mindestens fünf Menschen würden noch vermisst, teilten die Behörden des Inselstaates am Samstag mit
«Melor» war am Montag in der Provinz North Samar auf Land getroffen und hatte tagelang in dem Inselstaat gewütet. Der Sturm riss Bäume und Strommasten um und zerstörte oder beschädigte der Regierung zufolge mindestens 160 000 Häuser. Viele der Opfer ertranken, wurden erschlagen oder unter Trümmern begraben. Unter den Toten seien auch mehrere Kinder
Nach Abschwächen des Taifuns zogen am Wochenende weitere Unwetter mit heftigen Regenfällen über die Philippinen hinweg. Regierungsangaben zufolge hielten sich noch immer mehr als 280 000 Menschen in Evakuierungszentren auf. Sie waren vor Sturzfluten und Erdrutschen aus ihren Häusern geflüchtet.
Behörden zufolge herrschte vielerorts noch Hochwasser, zahlreiche Haushalte blieben ohne Strom. Die Schäden beliefen sich Schätzungen zufolge auf umgerechnet etwa 37 Millionen Euro.
Jedes Jahr ziehen etwa 20 Stürme und Taifune über die Philippinen. Der stärkste war bislang Taifun «Haiyan» im November 2013. Damals starben mehr als 7000 Menschen.