Wassernotstand auf den Inseln

Foto: Gruber
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KOH SAMUI: Obwohl es im Frühsommer und zum Herbstbeginn auf den Inseln Koh Samui, Phangan und Koh Tao immer wieder Regenschauer und kleinere Stürme gab, reichten die Niederschläge nicht aus, um den Wasserbedarf zu decken.

Durch die anhaltende Dürre in der ersten Oktoberhälfte hat sich die Situation nun so verschlimmert, dass in Teilen Koh Samuis kein öffentliches Wasser mehr aus den Hähnen fließt. So wie auf diesem Bild im Wasserreservoire bei Hua Thanon, direkt hinter dem Tempel Wat Samret gelegen, sieht es auch in den beiden großen Wasserrückhaltebecken bei Lipa Noi aus: Nur noch Wassertümpel, aber keine Reserven mehr. Der seit Jahren befürchtete Gau in der zentralen Wasserversorgung ist eingetreten (wir berichteten bereits kurz).

Während Einheimische hauptsächlich dem Tourismus und dem damit verbundenen ‚verschwenderischen Wasserverbrauch‘ die Schuld geben, verweist die Inselverwaltung im Tesaban auch auf die explosionsartig angestiegene Bevölkerungszahl Samuis. Inklusive burmesischer und philippinischer Gastarbeiter befinden sich mit den thailändischen Tourismusangestellten mittlerweile dreimal so viele Menschen auf der Insel wie die fix gemeldeten 64.000 Einwohner. Dazu kommen die Langzeiturlauber und Residenten.

Viele betuchte Wahl-Samuianer haben sich luxuriöse Villen mit Swimmingpools gebaut, die den normalen Wasserbedarf zusätzlich sprengen. Bei der Baugenehmigung gibt es bislang keine Einschränkungen. Bis in die Berghänge hinauf wird der Immobilienwahnsinn gepflegt. Dass zum Erhalt dieser Luxus-Herbergen seit Jahren das wertvolle Grundwasser Koh Samuis ausgeplündert wird und sich einheimische Raubritter mit wild in die grüne Landschaft gebohrten Brunnen-Kolonien die Nasen vergolden, ist eine weitere schmerzhafte Nachwehe der Trockenheitsperiode. Ein Großteil der Bevölkerung muss nun hingegen teils ohne Wasser das Leben fristen und andere machen daraus ein Millionengeschäft. Das sorgt längst auch unter Insulanern für böses Blut und es gab bereits schriftliche Beschwerden an die Militärregierung in Bangkok.

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