KOH SAMUI: Die Ankündigungs-Litanei der Verkehrspolizei auf Koh Samui mit der Offenbarung verstärkter Kontrollen hat im Spätherbst mit einer Zwischenoffensive begonnen.
Wie üblich zogen die Beamten bei Straßensperren in Chaweng, vor Maenam und im Außenbereich von Lamai scharenweise unbehelmte Zweiradfahrer aus dem Verkehr – um sie nach Bezahlung der obligatorischen 300-Baht-Buße ziehen zu lassen. Am lästigsten waren wieder die Wartezeiten vor den Sonderschaltern der Polizei, die bei drei großangelegten Aktionen Kasse machten. Neben Geduld bei der bis zu einstündigen Wartezeit war auch ein gutes Gedächtnis der Verkehrssünder hilfreich, denn beim Ausfüllen des Strafmandates mussten auch die Namen beider Eltern angegeben werden. Dem täglichen Chaos und der Aggression mancher Verkehrsteilnehmer scheinen die Kontrollen keinen Riegel vorzuschieben. Seit September haben sechs Ausländer auf den Straßen Koh Samuis ihr Leben gelassen, darunter Ende November ein bekannter britischer Hotelier (76) – wie in unserer Onlineausgabe berichtet. Ein FARANG-Leser schilderte eine kuriose Begebenheit einer Polizeikontrolle am Tag des Lichterfestes Loy Krathong bei Hua Thanon. Dort stoppte die Polizei alle Fahrzeuge, um Drogenkontrollen vorzunehmen. Drei männliche junge Thais auf einem unbeleuchteten Kleinmotorrad ohne Kennzeichen bestanden nach wenigen Sekunden den Drogentest und durften ungehindert weiterfahren – die Verkehrskontrolleure hatten gegen 21.30 Uhr bereits Feierabend.