Todesstrafe 2.0 auf den Philippinen

Präsident Rodrigo Duterte. Foto: epa/Toto Lozano
Präsident Rodrigo Duterte. Foto: epa/Toto Lozano

MANILA: Mit der ersten Gesetzesinitiative des neuen Parlaments der Philippinen soll die Todesstrafe wieder eingeführt werden.

Die Gesetzesinitiative „House Bill 01“ wird vom Sprecher des Repräsentantenhauses Pantaleon Alvarez unterstützt. In dem Gesetzentwurf heißt es, die Todesstrafe sei eine „Vergeltung“ für „abscheuliche Verbrechen“. Alvarez ist ein enger Vertrauter des neuen Präsidenten Rodrigo Duterte, der seinen Wahlsieg zu einem guten Teil dem Versprechen eines „Kriegs gegen die Kriminalität“ verdankt. Der vom Boxer zum Senator mutierte Manny Pacquiao will eine zweite Gesetzesvorlage zur Wiedereinführung der Todesstrafe in das Parlament einbringen. Zu den „abscheulichen Verbrechen“ gehören unter anderem Menschenhandel, Terrorismus, Vergewaltigungen, Hochverrat und Drogenkriminalität. Die Todesstrafe war erst 2006 von der damaligen philippinischen Präsidentin Gloria Arroyo abgeschafft worden.

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