Strandbetreiberpfeifen auf Regeln

Foto: epa/Barbara Walton
Foto: epa/Barbara Walton

PATTAYA: Die Stadtverwaltung beklagt, dass sich einige Strandparzellenbetreiber in Pattaya und Jomtien nicht an die von der Militärregierung auferlegten Regeln zur Neustrukturierung des Strandes halten.

Kontrollgänge der Beamten hatten zum Ergebnis, dass einige Liegestuhlvermieter mehr Mobiliar aufstellen, als ihnen gestattet wird und sie ihr Geschäft weiterhin auch am zwangsverordneten sonnenschirmfreien Mittwoch betreiben. Händler, die gegen die Auflagen verstoßen, werden beim erstmaligen Verstoß mit einem Bußgeld in Höhe von 500 Baht belangt. Beim zweiten Verstoß müssen sie ihr Geschäft für eine Woche schließen, bei mehrmals wiederholten Verstößen einen Monat. Liegestuhlvermieter, die permanent die Regeln brechen, wird mit dem Entzug ihrer Konzession auf Lebenszeit gedroht.

Soweit die Theorie. Die Praxis zeigt jedoch, dass der Strafkatalog scheinbar nur unzureichend angewendet wird. Böse Zungen behaupten, dass es den Beamten einfach an „Motivation“ fehlt, gegen die schwarzen Schafe unter den Strandbetreibern vorzugehen, solange das Militär nicht selbst zur Tat schreitet und für Ordnung an den Stränden der Touristenmetropole sorgt.

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Jürgen Franke 12.06.15 14:25
Herr Pilz
so einfach, wie Sie es darstellen ist es leider nun wieder nicht. Für den Strand von Patong gelten keine Regeln sondern Gesetze, die einzuhalten sind. Strandliegen sind verboten. Der Gouverneur hat das, nach dem Einwand eines Konsuls, mit den Worten: "Die Thais, auch die älteren, liegen ja auch auf der Erde." begründet. Lediglich Matten sind erlaubt. Zur Zeit sieht man noch vereinzelte Klappstühle, die die Touristen vor einiger Zeit gekauft und dann stehen gelassen haben. Da lümmeln sich jetzt die halbstarken und offensichtlich arbeitslosen Jugendlichen drauf rum und vermieten sie für 100 Bath, wenn es gewünscht wird.
Michael Kaschade 05.05.15 13:29
Strandbetreiber, pfeifen auf Regeln
Wenn Anordnungen nicht befolgt werden, muess man diese Betreiber eben voellig von den Strandabschnitten nehmen. Die 500 Bath, bei Verstoessen, bezahlen die aus der Portokasse, plus 2000 bath, Schmiergeld. Gut das Strandbetreiber, Rueckrad zeigen, welch ein Quatsch, von diesem Herrn Klemm, denn das Strafgeld, holen die sich bei seinem naechsten Starndbesuch, von diesem Herrn zurueck. Auch der freie Mittwoch, wird ausgerechnet von denen, die sowieso nicht zum Strand gehen, beschimpft, nur um wieder mal Dampf ablassen zu koennen.
Viele Geschaefte und andere Sehenswuerdigkeiten, profitieren davon, denn nun werden diese Einrichtungen, ploetzlich auch von denen wahrgenommen, die sonst den ganzen Tag, zwischen Dreck, Gestank und Ratten, am Strand liegen, oder Biersaufend, jeden schattigen Platz, an der Beach Road belagern. Diesen einen Tag, kann jeder verkraften, auch als Kurzzeiturlauber.
Michael Ludwig 04.05.15 00:21
Man muss ja auch nicht jede schwachsinnige Anordnung befolgen...
Georg Weitzmann 03.05.15 16:42
Stranbetreiber pfeifen auf Regeln, nicht nur in Pattaya
warum sollen sie sich an Gesetze halten, die selbst von den ansässigen Beamten ignoriert werden. hier hilft nur die Durchsetzung durch das Militär und die Einsparung der unfähigen Beamten. aber dies betrifft alle Strandabschnitte in Thailand, nicht nur in Pattaya. Man könnte Millionen Baht sparen wenn man diese unwilligen Beamten einsparen würde und gleichzeitig würde man die Korruption bekämpfen.
Uwe Klemm 03.05.15 14:09
Gut so...
Es ist gut das es auch Strandbetreiber mit Rückgrat gibt. Wer versteht schon die Entscheidung einen sonnenschirmfreien Mittwoch zu haben. ..... kein Mensch. ...
Jürgen Franke 03.05.15 10:57
Genau Björn
erlauben Sie mir bitte meinen etwas zynischen Kommentar: Das Militär muss "einschreiten", wenn es an der "Motivation" fehlt. Nur mit "Waffengewalt" lassen sich offensichtlich Verordnungen, die Ordnung und Sauberkeit betreffen, in Thailand durchsetzen. In Patong wurden die Liegen durch Matten ersetzt. Kostet jetzt 200 Bath, für die Liegen zahlte man früher 100 Bath. Die Polizei kassiert gleich vor Ort. Die aufgestellten Hinweistafel, wo was gemacht werden darf und wo nicht, haben teilweise dem Wind nicht standgehalten, liegen jetzt im Sand. Ist aber nicht weiter schlimm: Sie standen sowieso falsch rum. Vom Strand aus konnte man sie nämlich nicht lesen.

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