MANILA: Präsident Benigno Aquino erwartet von den Kindern des ehemaligen Diktators Ferdinand Marcos eine Entschuldigung für die Menschenrechtsverletzungen während dessen Regierungszeit.
Kinder sollten zwar nicht „für die Sünden ihrer Eltern verantwortlich gemacht werden“, sagte Aquino. Aber sie sollten zu den „Problemen“ Stellung beziehen. Das gelte insbesondere für Nachfahren, die selbst eine politische Karriere eingeschlagen hätten. „Statt dessen gibt es Aussagen, dass es nichts gebe, für das man sich entschuldigen müsse“, sagte Aquino mit Blick auf den Marcos-Sohn Ferdinand Marcos Junior (im Bild), der bei der Wahl im Mai 2016 für das Amt des Vizepräsidenten kandidiert. Der Vater von Präsident Aquino war im August 1983 nach seiner Rückkehr aus dem amerikanischen Exil noch auf dem Flughafen von Manila von Marcos-Schergen erschossen worden.