KOH SAMUI: Die schlimmste Hitzewelle in Thailands jüngerer Geschichte mit monatelanger Trockenheit und jüngst schweren Wärme-Unwettern im Norden hat zum Teil auch den Süden mit den Urlaubsinseln erfasst. Koh Samuis Einwohner und Urlauber stöhnen Ende April unter der ‚gefühlten Bratofen-Atmosphäre‘ – und alle hoffen auf Regen und Abkühlung.
Die Wintersaison ist zu Ende und an den Stränden von Chaweng, Bophut, Maenam und Lamai aalen sich nur noch die Unentwegten und Thailand-Experten, denen die hohen Flugpreise der Hochsaison und die Überfüllung ihrer Trauminseln eine späte Urlaubsplanung schmackhaft gemacht hat. Erstaunlich viele deutschsprachige Touristen, viele davon Stammurlauber, befinden sich noch auf Koh Samui.
Mit Temperaturen zwischen 35 und 38 Grad im Schatten zur Mittagszeit wird den Bewohnern derzeit mächtig eingeheizt – obwohl dies für die Jahreszeit nicht einmal ungewöhnlich ist, klagen selbst Einheimische über die lange Dauer der diesjährigen ‚Sauna-Phase‘. Durch eine enorme Luftfeuchtigkeit und wenig Wind fühlten sich die vergangenen Wochen an wie 40 Grad und darüber. Und ergiebiger Regen ist nicht in Sicht.
Die Wasservorräte auf Koh Samui sind dank besseren Managements und ausgebauter Wasserreservoire noch nicht aufgebraucht, dennoch senken sich die Pegel langsam dem Niedrigstand der Jahre 2006 und 2007 entgegen. Professionelle Wasserförderer mit ihren Tanklastzügen sind rund um die Uhr unterwegs und versorgen insbesondere große Hotels und in Gebirgslagen angesiedelte Luxushäuser mit dem wertvollen Nass. Sie verdienen sich eine goldene Nase, denn das Grundwasser zapfen die lokalen Betreiber ohne Zusatzkosten ab und verkaufen es für teures Geld weiter.
Diese Hochsaison haben viele unterschiedlich erlebt. Hotels und Restaurants in guter Lage und mit attraktivem Angebot waren viel frequentiert und die Betreiber sprechen fast ausnahmslos von einer ‚sehr guten Saison 2016‘. Auch die Anbieter von Touren und Fährdiensten sahen mehr Touristen als je zuvor.
In vielen Bars gehen hingegen die Lichter aus. Noch nie standen so viele Vergnügungsetablissements in Chaweng, Maenam und Lamai zum Verkauf wie zum Ende dieser Wintersaison.