Regierung will Betteln beenden

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

THAILAND: Ein am kommenden Donnerstag, 28. Juli, in Kraft tretendes Gesetz sieht drastische Strafen gegen Betteln vor.

Die Regierung möchte die Bettelei landesweit beenden, weil damit Menschenhandel verbunden ist. Ausländische Bettler werden von der Polizei vorübergehend festgenommen und umgehend in ihr Heimatland deportiert. Thais sollen zu Rehabilitations- und Job-Trainingszentren gebracht werden. Es stellt sich die Frage, wie und wo schwerstbehinderte Frauen und Männer, also ohne beide Beine oder Arme einen Beruf ausüben sollen.

Nach einer Zählung von Oktober 2014 gab es damals 4.618 Bettler, darunter waren 2.927 Thais, der Rest waren Ausländer. Wer gegen das neue Gesetz verstößt, kann mit einer einmonatigen Haft und/oder einem Bußgeld bis zu 10.000 Baht bestraft werden. Wer Menschen über das Betteln ausbeutet, muss mit einer Gefängnisstrafe von drei Monaten und einem Bußgeld von 30.000 Baht rechnen.

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Oliver Harms 26.07.16 01:52
bettelmafia!!
diese gibt es auch in deutschland,frankreich usw.es sind hier osteuropäische banden!meistens roma!!sie betteln zum grossen teil sehr aufdringlich und stellen behinderungen nach!nur werden sie in laßt sie alle zu uns kommen deutschland nicht abgeschoben!so sollte jeder glücklich sein wenn thailands regierung dieses machen wird!im übrigen,bedeutet es seine arme oder beine nicht mehr nutzen zu können nicht,daß man nicht mehr arbeiten kann.es gibt die möglichkeiten eben in rehazentren behinderte menschen trotz ihrer nicht mehr vorhandenen glieder wieder oder das erste mal dem arbeitsmarkt zu zu führen.
dodojero 25.07.16 13:28
Bettler werden Verkäufer
Das Betteln zu verbieten ist absoluter Unsinn, da dann ab sofort jeder am Straßenrand sitzende Bettler sich sehr preiswerte Souvenirartike Schlüsselanhänger etc. hinlegen wird und er somit offiziell als Verkäufer auftritt. Will man ihm das auch verbieten?
Bestes Beispiel, der stadtbekannte Bein amputierte immer freundlich lächelnde Rosenverkäufer in Pattaya's Walking Street, der Jahrzehnte lang mit seinem Dreirad durch die Walking Street fuhr und Rosen anbot. Die meisten haben ihm das Geld auch einfach so gegeben bzw. 100 Baht für eine Rose bezahlt. Inzwischen ist aus dem Dreirad ein modernes Motorrad (Spezialumbau) geworden und er ist wohl der Einzige, der noch abends motorisiert durch die Walking Street fahren darf. Es sei ihm gegönnt.
Ingo Kerp 25.07.16 11:01
Betteln
Einmal in der Woche, wenn in unserer Kreisstadt der "große" Markt stattfindet, sehe ich immer wieder einen Mann, ca. 40 Jahre alt auf dem Boden mitten im Markt sitzen. Er hat nur 1 Bein und keine Hände mehr. Mit den Unterarmen hält er einen Becher fest, in den die Passanten dann etwas Geld legen. Ich gebe ihm regelmäßig auch eine Spende, da ich nicht wüßte, was er mit seinem Armstümpfen arbeiten könnte. Ich spende gerne und empfinde das nicht als Betteln.

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