Regierung: Gelassenheit im Atomstreit

 Außenminister Mohamed Dschawad Sarif. Foto: epa/Igor Kovalenko
Außenminister Mohamed Dschawad Sarif. Foto: epa/Igor Kovalenko

TEHERAN (dpa) - Der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif hat dem Parlament geraten, im Atomstreit mit den USA nicht überzureagieren. US-Präsident Donald Trump könne verschiedene Aspekte ansprechen und diverse Entscheidungen treffen, zitierte die Nachrichtenagentur ISNA Sarif am Mittwoch. Es sei aber nicht klar, welche der Entscheidungen auch zu hundert Prozent umgesetzt würden. Daher sollte Teheran zwar auf alle Szenarien vorbereitet sein, aber noch nichts Konkretes beschließen, so Sarif nach einem geheimen Treffen mit dem Sicherheitsausschuss des Parlaments.

Auch Beobachter in Teheran sehen die bevorstehende Entscheidung Trumps über das Wiener Atomabkommen von 2015 weniger dramatisch. Ihrer Einschätzung nach ist zwar die Position Trumps gegenüber dem Iran und dem Abkommen klar. Wichtiger aber sei, wie die anderen fünf Verhandlungspartner - China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland - reagierten und wie konsequent sie den Deal gegen die USA und Trump verteidigten.

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Leserkommentare

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Zil Zelini 11.10.17 17:45
Europa...
sollte davon ausgehen, dass D. Trump die USA aus dem Nuklearabkommen mit dem Iran herausziehen wird. Die Frage ist nicht das ob, sondern nur noch das wann. Zum gegebenen Zeitpunkt wird D. Trump die amerikanischen Nuklearsanktionen in Kraft setzen und damit klare Fakten schaffen. Europa kann hier gar nichts machen.