THAILAND: Es regnet! Nach den ersten Niederschlägen seit Monaten in einigen stark von der Dürre betroffenen nördlichen Provinzen hoffen die Landwirte wieder auf Ernteerlöse.
Und nach den teils stundenlangen Regenschauern fließt wieder Wasser in die großen Talsperren Bhumipol in der Provinz Tak, Sirikit in Uttaradit und Khwae Noi Bamrongdan in Phitsanulok. Sowohl für den Norden als auch den Nordosten sagen Meteorologen weitere Niederschläge voraus. Laut der Bewässerungsbehörde sollen sich Landwirte beim Anbau von Reis auf den kommenden Monat einstellen. Mehrere staatliche Agenturen hätten für August den Beginn der seit langem erwarteten Regenzeit angekündigt. Nach einer Umfrage der Universität der Thailändischen Handelskammer (UTCC) unter 1.200 Bauern haben 90 Prozent der befragten die derzeitige Trockenheit als die schlimmste seit 50 Jahren bezeichnet. Von der Dürre betroffen sind 12 Millionen Rai Farmland in 22 Provinzen, mithin 20 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche von 60 Millionen Rai. Für die Landwirte bedeutet die Dürre höhere Produktionskosten, mehr Ausgaben für die Bewässerung der Felder, niedrigere Produktivität, geringere Einkommen und höhere Schulden. Die Wirtschaft wird nach Berechnungen der UTCC um 68 Milliarden Baht geschädigt, das Wachstum fällt um einen halben Prozentpunkt geringer aus.