Proteste gegen Heldenbegräbnis für Diktator Marcos in den Philippinen

Foto: epa/Mark R. Cristino
Foto: epa/Mark R. Cristino

MANILA (dpa) - Auf den Philippinen haben Hunderte Menschen gegen die geplante Beisetzung des ehemaligen Diktators Ferdinand Marcos auf einem Heldenfriedhof demonstriert. Trotz strömenden Regens versammelten sich am Sonntag Menschenrechtsaktivisten, Studenten, Kirchenvertreter und Opfer des Diktators. Sie forderten Präsident Rodrigo Duterte auf, seinen Plan aufzugeben, Marcos auf dem Libingan-ng-mga-Bayani-Friedhof beizusetzen.

Frühere Regierungschefs hatten dies wegen der Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen und Korruption gegen Marcos abgelehnt. Marcos regierte die Philippinen von 1966 bis 1986. Nach seinem Sturz in einer friedlichen Revolution lebte er im Exil auf Hawaii, wo er 1989 starb. Seine Leiche wurde 1993 zurück auf die Philippinen gebracht und liegt seitdem in einem gekühlten Mausoleum in seiner Heimatstadt Batac im Norden des Landes. Sein Sohn Ferdinand Marcos Jr. hatte in örtlichen Medien den 18. September als möglichen Begräbnistermin genannt.

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