Phishing-Angriff auf Netflix-Abonnenten

Foto: Mailguard
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Internet-Sicherheitsexperten warnen vor einer erneuten Welle von sogenannten „Phishing-E-Mails“ an Abonnenten des Online-Videodienstes Netflix, die darauf abzielen, an die Kreditkarteninformationen der Nutzer zu gelangen. Netflix-Kunden sollten deshalb eingehende E-Mails sorgfältig prüfen, bevor sie darauf reagieren.

Angaben der australischen IT-Sicherheitsfirma Mailguard zufolge, könnten mehr als 110 Millionen Netflix-Abonnenten Ziel dieses Angriffs geworden sein. In der englischsprachigen E-Mail, im täuschend echten Layout des Video-Portals, werden die Nutzer dazu aufgefordert, auf einen Link zu klicken, um ihre Zahlungsinformationen zu aktualisieren. Geschieht dies nicht innerhalb von 48 Stunden, werde ihr Konto gesperrt. Der Link führt zu einer gefälschten Netflix-Seite, auf der persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum und Kreditkartendetails einzugeben sind. Ist das geschehen, gelangen die Daten in die Hände der Internetkriminellen, die dadurch im schlimmsten Fall Zugriff auf Kreditkarten oder Bankkonten erhalten.

Die von Mailguard veröffentlichte E-Mail ist auf den ersten Blick nur schwer als Fälschung zu erkennen. Es wird ein Vorlagensystem verwendet, um personalisierte Nachrichten zu erstellen. Um Vertrauen aufzubauen, wird im Adressfeld der Name des jeweiligen Nutzers angezeigt. Jedoch ist in der Anrede, vermutlich wegen eines Fehlers im System der Betrüger, kein Name sondern nur ein Platzhalter (#name#) angegeben, ein Indiz für eine verdächtige Nachricht.

Der Einsatz von Sicherheitstechnologien, z. B. Internet-Sicherheits-Lösungen, Antiviren-Programme oder E-Mail-Filter, minimiert zwar das Risiko, Opfer eines Phishing-Angriffs zu werden, kann jedoch keinen 100-prozentigen Schutz bieten. Insbesondere kostenlose Software für Privatanwender ist oft nicht in der Lage, Phishing-E-Mails zuverlässig zu erkennen. Deshalb sind Vorsicht und Aufmerksamkeit der Nutzer ein wichtiger Aspekt bei der Kommunikation per E-Mail. Im Zweifelsfall sollten Nutzer, vor dem Anklicken von Links oder auch dem Öffnen von Dateianhängen, den Absender der Nachricht per Telefon kontaktieren, um sich Gewissheit zu verschaffen.

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