Pattaya hat Vor- und Nachteile

Ein Leser präsentiert seine Gedanken über die Zustände in Pattaya:

Pattaya ist eigentlich nicht Thailand, da es eine quirlige Stadt ist, auf die auch der Satz aus dem Frank Sinatra Song über New York zutrifft: „the city, that never sleeps“.

Pattaya könnte überall auf der Welt sein, da es nicht das typische Thailand zeigt. Die Menschen der Stadt kommen aus allen Ecken und Enden des Landes. Die Farangs, egal ob Männlein oder Weiblein, kommen aus allen Ecken dieser Welt. Somit ist Pattaya im Laufe der Jahre ein Schmelztiegel der unterschiedlichsten Ansichten, Kulturen und Eigenarten geworden.

Die Stadt bietet eine einzigartige Vielfalt an Geschäften, Supermärkten, Restaurants, Bars und sonstigen Möglichkeiten, um jede Art von Spaß und Unterhaltung ausleben zu können. Dabei ist das Angebot so groß, dass man eine reichliche Auswahl treffen kann unter Vergnügungen auf thailändische Art und Weise oder europäische Art. Nach dem Motto: „you name it, we‘ve got it“.

Pattaya hat einen Strand, der gesäumt wird von einer Unzahl an Hotellerie, Geschäften, Bars und Restaurants. Eine so große Dichte gibt es kaum anderswo. Das Hinterland dagegen ist ruhig, friedlich und ohne Hektik, aber landschaftlich sehr reizvoll.

Fast ein Jahrzehnt habe ich in Pattaya gelebt. Ich habe sehr gut dort gelebt und es äußerst geschätzt, dass ich diese Vielfalt an Restaurants und Geschäften nutzen konnte. Der Blick von meinem Condo aufs Meer, das von der Sonne glitzerte, war einmalig. Ich denke, dass all diese Dinge zusammengenommen, mir aber auch den Blick verstellt haben auf das, was jede Großstadt an Negativem mit sich bringt.

Dass es Müllberge an vielen Stellen neben der Straße gibt, dass es Fahrbahnbaustellen über einen längeren Zeitraum gibt, als vielleicht notwendig ist. Für diese Dinge bin ich möglicherweise im Laufe der Zeit betriebsblind geworden. Entweder habe ich sie nicht mehr gesehen oder ich habe sie ausgeblendet.

Ob und inwieweit es in den Nächten in den Bars und Clubs der Walking Street, Soi 6 oder anderswo friedlich und zivilisiert zuging, kann ich nicht beurteilen, da ich dort nie verkehrt habe. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es dort, wie überall auf dieser Welt, rotlichtgerecht zuging, mit allen Vor- und Nachteilen, die solche Gegenden mit sich bringen.

In letzter Zeit muss ich gestehen, lese ich immer öfter Negatives, was Pattaya anbelangt. Ich finde das äußerst schade, da die Stadt auch von einem guten Image leben muss, was die Touristen anbelangt. Im FARANG-Newsportal habe ich immer wieder mal einen Kommentar zu den Vorkommnissen in Pattaya geschrieben, wenn es Anlass zum Bedauern gab.

Selbst wenn man mich falsch verstanden haben sollte und glaubt, ich wollte Pattaya nun, nach meinem Weggang aus der Stadt, negativ beschreiben, so ist dem definitiv nicht so. Immer wieder komme ich gerne nach Pattaya zurück und bleibe auch immer ein paar Tage dort, um zu sehen, was sich in der Zwischenzeit verändert hat oder, ob ich die Dinge noch wiedererkenne, so wie vorher.

Allen Menschen, die in Pattaya wohnen und leben, oder auch nur zu Besuch dort sind, wünsche ich deshalb „sanuk mak mak“.

Ingo Kerp, Nakhon Ratchasima

Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!

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Leserkommentare

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Peter Platzer 04.01.17 22:02
you name it, we‘ve got it! Aha!
Sie nennen es, wir haben es! Aha! Etwa so? Sie sagen was sie wollen und wir bieten das zum möglichst billigsten Preis und mit den logischen/zwangsläufigen Folgen!
michael meier 02.01.17 09:35
@ Pattaya
Hallo Jack , Ich fahre in März mit Freunden nach Pattaya , freue mich jetzt schon auf sie Sachen die ich im Isaan vermisse . Falafel, Döner , Fisch in Baan Sarey , Koh Larn u.a.m. Sawasdi pi mai
Jürgen Franke 01.01.17 21:19
Herr Kerp, vielen Dank für Ihre
deutlichen Worte zu Pattaya, die wir sicherlich gerne zur Kenntnis nehmen. Jede Stadt hat ihre Schwächen, nur dass das Meer durch ungeklärtes Abwasser so verdreckt wird, ist unentschuldbar. Für einen guten oder schlechte Ruf sorgen die Besucher immer selbst. Darauf kann ein Einzelner keinen Einfluß haben, vorausgesetzt, er kann sich benehmen.
Jack Norbert Kurt Leupi 01.01.17 19:01
Pattaya
Truth or Fiction ? Oder eine rückwirkende Entschuldigung für die letztjährigen "Verunglimpfungen des sündenfreien Garden of Eden " ?