KRABI: Der zunehmende Tourismus beschädigt die weltbekannte Maya-Bucht im Marinenationalpark Koh Phi Phi und zerstört die Korallenbänke.
Der Dekan der Fischereifakultät an der Universität Kasertsart, Thon Thamrongnawasawat, war bei seinem jüngsten Besuch der Insel regelrecht geschockt: Im Meer lagen Fähren und Longtailboote dicht an dicht, der Strand war voll von Touristen – in der Nebensaison. Sie hatten keinen Platz, um sich hinzulegen, sich zu sonnen.
Von Mitarbeitern des Nationalparks erfuhr Thon, dass täglich bis zu 5.000 Touristen, zumeist Chinesen und Europäer, die Maya-Bucht aufsuchen und der Behörde jeweils rund 1,6 Millionen Baht Einnahmen bringen. Die Einnahmen mögen ja hoch und willkommen sein, aber der Massentourismus hinterlasse seine Spuren, sagt der Marinebiologe. Vor der Bucht seien Korallen bereits abgestorben, weitere ausgebleicht. Der Nationalpark könne eine solch hohe Zahl an Booten und Touristen nicht verkraften. Und den täglich Tausenden Urlaubern stünden gerade mal 14 Toiletten zur Verfügung, berichtet die „Bangkok Post“ weiter.
Die Maya-Bucht wurde im Jahr 2000 weltbekannt durch den Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio. Seither ist ein Besuch der legendären Insel der Traum vieler Menschen.