Vegetarier-Festival in Phuket

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

PHUKET: Über eine Woche kein Fleisch, Alkohol und Sex. Das ist das auferlegte Ziel, mit dem Thais chinesischer Abstammung beim jährlichen Vegetarier-Festival ihre Gläubigkeit unter Beweis stellen.

Chinesische Gemeinden in ganz Asien begehen dieses Fest. Aber nirgends ist es so bizarr und eine so löchrige Angelegenheit wie auf Phuket, wo das wohl skurrilste Festival des Landes von Freitag, 20. Oktober bis Samstag, 28. Oktober gefeiert wird. Priester stechen jungen Männern eine lange Nadel in die Wange, bis sie auf der anderen Seite wieder austritt. Im Laufe der Jahre sind die Objekte, mit denen sich die Gläubigen verletzen, jedoch immer vielfältiger geworden: Dolche, Schwerter oder sogar Motorenteile werden als „Gesichtsschmuck“ verwendet. Die Gläubigen wollen in Trance beweisen, dass einer der neun chinesischen Götter sie unempfindlich für Schmerzen gemacht hat.

Infos zum genauen Programm erfährt man auf der Webseite: www.phuket.com/festival/vegetarian.htm

Mit einem Online-Abonnement mehr erfahren!
Abonnieren Sie die FARANG-Onlineausgabe ein Jahr lang zu einem sehr günstigen Preis. Sie erhalten uneingeschränkten Zugriff auf alle Artikel. Zusätzlich können Sie die vollständige Druckausgabe als PDF-Ausgabe herunterladen.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

* Pflichtfelder
Wieland Wenz 11.10.17 12:15
Wie beim RosenmontagsUmzug
Im Sueden THs und in BKK gibt es unzaehlige Ortsgruppen, die an den insgesamt 9 Tagen (Gin Chae: 20-28.10.17), auch ueberall an den ueberoertlichen Umzuegen teilnehmen. Die fahren von hier bis zu 350km (und umgekehrt) um selbst als Akteure am Umzug in Phuket teilzunehmen. In KhaoLack gab es das frueher gar nicht, aber jetzt kommen viele von aussen. Jede Ortsgruppe stellt einen hohen Mast mit einer roten Laterne auf. Der dadurch angelockte Geist ergreift dann fuer die naechsten Tage Besitz von dem bereitstehenden Medium. Die Kaemfer versetzen sich in Trance, wodurch sie offensichtlich auch unverwundbar werden. JEDE Stadt, hat 2-3 groessere Umzuege (Termine vor Ort erfragen). Dabei sind neben den langen Drachenschlangen auch die "Feuertaenzer" zu sehen, die unter, "in" und auf meterlangen Kracherguertel ihren Tanz (barfuss) vorfuehren (Schutzbrille und Gehoerschutz sinnvoll). Die einzelnen Ortsgruppen fahren an den sonstigen Tagen auch die Wohnhaeuser der Mitglieder ab, um deren Nachbarn (Thais) zu zeigen, wie wehrhaft und unverwundbar die Gemeinschaft ist! An allen 9 Tagen gibt es auf den Festplaetzen weitere Auffuehrungen (Lauf ueber gluehende Kohlen, Besteigen von Leitern mit messerschafen Sprossen, Unterarme in kochendes Oel eintauchen,...) und viel leckeres Vegetarisches Essen und noch viel mehrFotomotive. Am 9.Tag abends verlassen dieGeister wieder ihreMedium und werden auf einem kleinenSchiff auf'sMeer entlassen.Dabei wird alles auf einem grossenScheiterhaufen verbrannt.