PATTAYA: Mit einem neuen Marketingkonzept wollen das thailändische Fremdenverkehrsamt und die Stadtverwaltung Pattaya vom Image der Partystadt am Golf von Thailand abrücken und neue Zielgruppen für einen Aufenthalt in Pattaya gewinnen. Aerobic statt Alkohol ist die Devise.
Auf einer groß angelegten Pressekonferenz am Montagabend erklärte Pattayas Bürgermeister in der City Hall, dass ab dem ersten April kein Alkohol mehr in der Touristenmetropole ausgeschenkt wird. Man wolle Pattaya zum Gesundheitstourismusziel Nummer 1 in Thailand vermarkten und gleichsam mehr muslimische Touristen für einen Aufenthalt im Seebad begeistern, die zuvor aufgrund des massiven Alkoholkonsums in den vielen Bars und Unterhaltungsbetrieben der Stadt, einen Bogen um die Touristenmetropole machten. Das Alkoholverbot tritt ab dem ersten April in Kraft, so der Bürgermeister. In Einverständnis mit den Betreibern von Bierbars werden alle Etablissements, die zuvor kühlen Gerstensaft verkauften, in Saft-Bars („Bar Juice“) umbenannt.
Neuerungen erfährt auch die Walking Street, die zuvor als „sündige Meile“ der Stadt weltbekannt war. So werden an den Chrome-Stangen der unzähligen A-Go-Go-Bars fortan Aerobic-Shows und Fatburner-Kurse zum Mitmachen angeboten. „Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schritt, um das Ziel, Pattaya zum Gesundheitstourismusziel Nummer 1 im Königreich zu vermarkten, umzusetzen“, erklärt der Betreiber einer bekannten A-Go-Go-Bar in der Walking Street. Seine Mädels haben bereits einen Monat lang Aerobic-Kurse belegt, um ab heute Abend Touristen zur sportlichen Betätigung zu begeistern. Auch soll mit den Sportübungen, den Bierbäuchen vieler übergewichtiger Urlauber entgegengewirkt werden, um das äußere Erscheinungsbild der Stadt nachhaltig zu verbessern.
Urlaubern und Residenten, die heute Abend die Walking Street besuchen wird empfohlen, leichte Sportbekleidung zu tragen, da man bei körperlicher Betätigung in den Tropen schnell ins Schwitzen gerät. Ausländer, die gegen das Alkoholverbot verstoßen, werden zur Bestrafung ihres Fehlverhaltens sechs Monate ins Fatburner-Camp der Marine in Sattahip geschickt, bestätigte Pattayas Polizeichef gegenüber dem FARANG.
Thailand stellt somit international das erste Land dar, dass betrunkene übergewichtige Touristen zu Fatburner-Kursen verurteilt.