Hubschrauber-Deal mit Kanada geplatzt

Foto: epa/Wallace Woon
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MANILA (dpa) - Nach ethischen Bedenken der kanadischen Regierung lässt der philippinische Präsident Rodrigo Duterte einen Hubschrauber-Deal im Wert von umgerechnet rund 189 Million Euro platzen. «Wir werden uns nach einem anderen Lieferanten umsehen», sagte der 72-Jährige auf einer Pressekonferenz am Freitag. Gleichzeitig wies er die Streitkräfte des südostasiatischen Landes an, kein Rüstungsmaterial mehr aus Kanada und den USA zu kaufen, weil sie Bedingungen für den Verkauf auferlegen würden.

«Wir respektieren den Standpunkt Kanadas», sagte Duterte weiter. Die kanadische Regierung hatte zuvor Bedenken geäußert, dass die Hubschrauber zur Bekämpfung von Rebellen eingesetzt werden könnten. Berichten zufolge soll ein philippinischer Militärgeneral gesagt haben, dass die 16 kanadischen Bell-Hubschrauber für Operationen in der inneren Sicherheit eingesetzt werden würden. Diese konzentrieren sich in der Regel auf die Bekämpfung örtlicher Rebellengruppen. Die kanadische Regierung hatte daraufhin eine Überprüfung der Vereinbarung angeordnet, die am Dienstag unterzeichnet wurde.

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