THAILAND: Die Bevölkerung wünscht sich härtere Strafen für jugendliche Verkehrsrowdys, die sich mit getunten Motorrädern zu illegalen Straßenrennen treffen und steht somit entschieden hinter der Politik von Premierminister Prayut Chan-o-cha, gegen die sogenannten „Vanz Boys“ vorzugehen, so das Ergebnis einer Umfrage des Ministeriums für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit.
70 Prozent der landesweit 3.610 Befragten betrachten illegale Straßenrennen als ein ernstzunehmendes Problem, selbst wenn die Hälfte der Umfrageteilnehme sie nicht aus eigener Erfahrung kennt. 80 Prozent begrüßen das strikte Vorgehen des Premiers und sind der Meinung, dass nur mit härteren Strafen dem Problem entgegengewirkt werden kann.
Mit dem Artikel 44 der Übergangsverfassung für die Aufrechterhaltung der Öffentlichen Ordnung und der Nationalen Sicherheit hat Prayut ein Gesetz durchgesetzt, das die Behörden bemächtigt, Motorräder zu beschlagnahmen, die für illegale Rennen modifiziert wurden. Die Mehrheit der Befragten forderte zudem Haftstrafen ohne Bewährung und wünscht sich mehr Polizeipräsenz in der Nacht.
Im Mai hatte das Provinzgericht Prachuap Khiri Kahn 28 Motorradfahrer wegen Beteiligung an einem illegalen Straßenrennen zu einer Haft von einem Monat ohne Bewährung verurteilt. Zudem mussten sie ein Bußgeld zwischen 2.000 und 10.000 Baht zahlen (DER FARANG berichtete).