KOH SAMUI: Koh Samuis Straßenverkehr unterscheidet sich nicht wesentlich von der chaotischen Realität in Urlaubsorten wie Phuket oder Pattaya.
Weshalb Thailands drittgrösste Ferieninsel dennoch als Spitzenreiter bei tödlichen Unfällen gilt, liegt darin begründet, dass sich auf den 228 Quadratkilometern Gesamtfläche proportional-statistisch gerechnet mehr ereignet als in Vergleichsorten.

Über die Weihnachtsfeiertage und zum Jahreswechsel krachte es wieder an allen Ecken und die wenigen vernünftigen Mahner warnen unerfahrene Touristen dringendst, die Finger von Mopeds oder Motorrädern zu lassen.

Die Diskrepanz von Koh Samui als sicherer Urlaubsinsel für die Mehrheit von Strandurlaubern bricht seit Jahren durch den Verkehrsirrsinn in die Gegenrichtung aus. Sicher, die meisten Urlauber aus China, Russland, Europa und den Kontinenten Australien oder Amerika bleiben bei eingeschaltetem Verstand und kalkuliertem Risiko unbeschadet.
Dennoch tragen das Ignorieren realer Zustände und die Beschwichtigung „zum Schutz“ sprudelnder Tourismuseinnahmen zur blutigen Bilanz bei. Mehr als 400 offizielle Verkehrstote gab es im Jahr 2015, nicht eingerechnet die Opfer, die noch lebendig in Krankenhäusern ankamen und erst dort starben.
Die FARANG-Redaktion will keinem den Urlaub madig machen – dennoch richten wir mit dieser Bilddokumentation von Unfällen der letzten Wochen den Appell an alle, im Zweifelsfall kein Fahrzeug anzumieten und besser auf Transportangebote der Hotels umzusteigen. Das ist auf Koh Samui kein billiges Vergnügen: Dennoch, am Ende zählt und zahlt sich die unbeschadete Heimreise aus – fürs ganze Leben.
Allen ein gesundes Neues Jahr und bleiben Sie unversehrt auf unserer Insel!