PEKING: Rund 60 000 Menschen sind vor den Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen in Myanmar über die Grenze ins benachbarte China geflüchtet.
Der Parteichef der südwestchinesischen Provinz Yunnan, Li Jiheng, berichtete am Samstag in Peking in einer Gruppendiskussion auf der Jahrestagung des Volkskongresses, dass die Flüchtlinge in der Grenzstadt Lincang aufgenommen worden seien.
China leiste humanitäre Hilfe, stelle Trinkwasser und medizinische Versorgung zur Verfügung, zitierte ihn die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Die Grenze in Lincang werde strenger kontrolliert, sei aber nicht geschlossen worden, versicherte der Parteichef. Die Lage im Grenzgebiet sei stabil.
Das Außenministerium in Peking beschrieb den Konflikt mit den Aufständischen der chinesischstämmigen Volksgruppe der Kokang im Nordosten Myanmars als innere Angelegenheit des Nachbarlandes. Es gebe keinerlei Intervention von chinesischer Seite. China pflege freundschaftliche Beziehungen zu Myanmar und respektiere dessen Souveränität und territoriale Integrität.
Die Kämpfe in der Region Shan sind seit Anfang Februar neu aufgeflammt. Dutzende Soldaten und Aufständische wurden getötet. Die Kokang-Rebellen wollen eine ehemals autonome Region zurückerobern.