Drogen-Verdacht: Philippinische Polizisten und Beamte stellen sich

Foto: epa/Mark R. Cristino
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MANILA (dpa) - Auf den Philippinen haben sich Dutzende Staatsbedienstete wegen Drogenhandels den Ermittlern gestellt. Die mehr als 50 Bürgermeister, Polizeibeamte und Mitarbeiter von lokalen Behörden trafen am Montag den Polizeichef der Philippinen. Präsident Rodrigo Duterte hatte sie des Drogenhandels beschuldigt.

Polizeichef Ronald dela Rosa sagte, die Kampagne des Präsidenten werde helfen, das Land von Drogen zu befreien. Er versicherte, dass er Rauschgifthändler innerhalb der Polizei zur Strecke bringen werde. «Ihr Hurensöhne! Wir sind bei der Polizei, wir sind diejenigen, die das Drogenproblem lösen sollen. Aber sind wir jetzt Teil des Problems?»

Duterte hatte am Sonntag eine Liste mit Richtern, ehemaligen und amtierenden Bürgermeistern, Gouverneuren, Kongressabgeordneten, Polizisten, Soldaten und Gefängniswärtern veröffentlicht, die in den Drogenhandel verwickelt sein sollen. Er gab ihnen 24 Stunden Zeit, sich zu stellen. Seit seinem Amtsantritt Ende Juni sind mehr als 400 mutmaßliche Drogendealer getötet worden.

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Chris Star 10.08.16 10:02
Der Zweck heiligt die Mittel?
Es ist gerade ein Trend in der Welt zu erkennen, wie ich finde: dass menschliche Grundrechte und Privatsphäre verletzt, Demokratie eingeschränkt, und einfach mit den Menschen gemacht wird, was man will, wenn man sich nur stark genug durchsetzt.
Dieser Mann macht auf illegale Selbstjustiz. Ohne ordentlichen demokratischen Justizablauf kommen vielleicht auch Unschuldige dran?
Vielleicht, so wie meistens, räumt man gleich damit noch unangenehme aber unschuldige Widersacher aus dem Weg, der zum Diktator führt?

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