BANGKOK: Eine Bootsfahrt auf dem Chao-Phraya-Fluss entlang bekannter Attraktionen wie dem Wat Arun sowie auf den breiten Khlongs Bangkok Yai und Bangkok Noi steht bei jedem Besucher der Hauptstadt auf dem Pflichtprogramm. Wer hingegen den ländlichen Charme der Millionenmetropole fernab von Wolkenkratzern erleben möchte, dem sei eine Khlong-Tour abseits der Touristenströme durch die selten befahrenen Kanäle in Thonburi empfohlen.

Eine Klongfahrt in Bangkok ist auch eine Reise in die Vergangenheit. In das 18. Jahrhundert, als König Rama I., Begründer der Chakri-Dynastie, die Hauptstadt von Thonburi auf das östliche Ufer des Flusses Chao Phraya nach Bangkok verlegte. 1782 steht für das Gründungsgebiet Rattanakosin, auf dem sich der Große Königspalast und das Wat Pho befinden. Zu jener Zeit gab es in Bangkok keine Straßen, nur wenige Pfade. Aber ein dichtes Netz von Kanälen durchzog die Hauptstadt. Die Khlongs waren als natürliche Wasserwege miteinander verbunden. Sie bildeten neben dem Fluss Chao Phraya die Lebensadern der Stadt, das wichtigste Mittel für Transport und Handel. Wegen der zahlreichen Kanäle bezeichneten Europäer Bangkok damals als „Venedig des Ostens“.

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