MANILA: Auf den Philippinen gibt es zum Fest «Puto Bumbong».
Das ist lilafarbener klebriger Reis, der erst eingeweicht und über Nacht getrocknet und in Bambusrohren dampfgegart wird. Er wird meist in Bananenblätter eingeschlagen und dann warm mit Butter, Kokosnussraspeln und braunem Zucker serviert.
Die Delikatesse gibt es in den Tagen vor Weihnachten, direkt nach den zahlreichen Frühmessen, die viele der tief katholischen Philippiner vor dem Fest jeden Tag besuchen. Dazu gibt es «Salabat»: Ingwertee.
Die süße Belohnung soll für das frühe Aufstehen entschädigen und den letzten Rest des Schlafs vertreiben. Das «Puto Bumbong» gibt es direkt vor der Kirchentür: Während drinnen gebetet wird, bauen Händler ihre kleinen Stände draußen auf und empfangen die Kirchgänger nach der Messe mit dem duftenden Reis-Gericht.
Die Tradition stammt aus der frühen spanische Kolonialzeit und geht damit bis ins 16. Jahrhundert zurück.