
Heftige Debatten und viele Fragen begleiten den „Bangkok Shutdown“. Schaffen es das People's Democratic Reform Committee (PDRC) und dessen Generalsekretär Suthep Thaugsuban, Hunderttausende Anhänger zu mobilisieren, um Bangkoks Innenstadt lahm zu legen? Und wie lange werden die Großdemonstrationen anhalten, kommt es womöglich in der Hauptstadt zu einem Versorgungsengpass bei Waren des täglichen Bedarfs? Steht Suthep zu seinem Wort, an den „besetzten“ Hauptverkehrsstraßen und Kreuzungen eine Fahrspur für Rettungswagen, Bussen und Transportfahrzeugen mit wichtigen Lebensmitteln freizuhalten?
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20.000 Polizisten und Soldaten sind bereits im Einsatz. Sie schützen den Regierungssitz, den Flughafen Suvarnabhumi, die Zentralen der TV-Anstalten 3, 5, 7. 9. NBT und Thai PBS, das städtische Wasserwerk und den städtischen Stromversorger vor Übergriffen. Die Sicherheitsorgane sind auf Zusammenstöße zwischen Rothemden und Regierungsgegnern vorbereitet. Was aber ist, wenn die Auseinandersetzungen in brutaler Gewalt mit Toten und vielen Verletzten ausarten?
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Beobachter schließen landesweit einen Bürgerkrieg nicht aus, den das Militär schlussendlich nur durch einen Putsch beenden könnte. Bangkoks Bewohner und Touristen sollten heute und in den folgenden Tagen die Demonstrationsstandorte staatlicher Gebäudekomplex an der Chaeng Wattana Road in Nonthaburi, in Bangkok Regierungssitz, Victory Monument, Lumpini Park, Lat Phrao, Pathumwan, Asoke und Ratchaprasong meiden bzw. weitläufig umfahren. Denn in diesen Stadtteilen soll das öffentliche Leben zum Stillstand kommen. Ziel der Protestierenden ist, die Regierung zu stürzen und die Parlamentswahlen am 2. Februar zu verhindern. Seit Beginn der Demonstrationen Ende Oktober hat Suthep Thaugsuban immer wieder versprochen, beim nächsten Protest die Regierung zu stürzen und die Shinawatra-Familie aus dem Land zu vertreiben – bisher erfolglos.
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In einem Interview mit der Zeitung „The Nation“ gab sich Suthep kompromisslos. Er lehnte alle Verhandlungen über ein friedliches Ende der politischen Auseinandersetzungen ab. Er schloss Gewalt nicht aus. Bei DPA heißt es weiter: "Wenn jemand einen Bürgerkrieg anzettelt, sage ich den Leuten, sie sollen nach Hause gehen.“