Aktion sauberere Strände: Armee greift durch

Einsatz am Haadrin Strand Phangan – Auch Samui ist bald dran

Strandszenerie am Lamai Beach 500 Meter vor Hinta Hinyai: Wann kommt die Armee und wie scharf werden die neuerlichen Einschnitte für Restaurants und Bars werden?
Strandszenerie am Lamai Beach 500 Meter vor Hinta Hinyai: Wann kommt die Armee und wie scharf werden die neuerlichen Einschnitte für Restaurants und Bars werden?

KOH SAMUI/PHANGAN: Ein Monat allerletzte Gnadenfrist für illegale Bebauungen am weltberühmten Haadrin Strand auf Koh Phangan: eine Armee-Sondereinheit rückte Ende dieser Woche am Standort der Fullmoon-Partys an und machte deutlich, dass ab 20. Juni alle Restaurants, Bars und Massage-Hütten auf öffentlichem Grund kostenpflichtig abgerissen werden, wenn die Betreiber nicht selbst das Feld räumen.

Die Aktion ‚Saubere Strände‘ läuft seit zwei Jahren im gesamten Urlaubsbereich des Königreichs und nach Phuket scheint nun auch die Touristendestination an der Südwestküste des Golfs von Thailand akuter in den Fokus zu rücken. Die Verwaltungsgemeinschaft Ban Tai auf Koh Phangan, in deren Verantwortungsbereich der Haadrin Strand liegt, erhielt eindeutige Anweisungen, alle illegalen Gebäude mit sofortiger Wirkung entfernen zu lassen – notfalls auch durch die Staatsgewalt.

Auf Koh Phangan hat der erneute Armeeeinsatz deutlich werden lassen, dass bisherige Stippvisiten der Soldaten keine haltlose Drohung gewesen waren. Ähnliches soll auch auf Strandgebiete der großen Nachbarinsel Koh Samui zukommen. Zum Ende der Hochsaison will die Armeeführung zeitnah alle Strände inspizieren und dort kurzfristige Ultimaten verhängen, wo es bereits mündliche Räumungsanweisungen gegeben hatte.

Einige Barbetreiber, wie beispielsweise der Inhaber eines beliebten deutschsprachigen Beachrestaurants am Lamai Strand, hatten bereits vor Beginn der Saison 2016/2017 freiwillig den Anweisungen der Armee Folge geleistet. Sogar kleinere Massage-Hütten wurden entfernt und alle Liegestühle mussten seither täglich abends eingesammelt und morgens wieder aufgestellt werden.

Fairness gab es nicht: Manche hielten sich nicht an diese Anweisungen und blieben von der Armee und Polizei unbehelligt. Das sorgte unter den konkurrierenden Strand-Unternehmern für Unmut. Dennoch bleiben die Gefühle bei allen gemischt. Keiner weiß, wann genau die Armee kommt und jeder weiß, dass es dann kein Pardon geben wird und auch keine Möglichkeit zum Widerspruch.

Zumindest vereint alle die bange Hoffnung, dass die Räumungen nicht so weit gehen werden wie auf Phuket und damit der Strandurlaub auf Koh Samui und Koh Phangan nicht auch zu einer Farce werden könnte. Bisher wurden beispielsweise Liegestühle von Strandgastronomen geduldet, wenn sich die Betreiber an die Vorgaben hielten.

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Oliver Rudolph 21.05.17 21:27
Mike Dong
Sie sind ja ein ganz schlauer. Korruption ist also Länder spezifisch?Mal was ganz neues.
In welchen anderen Ländern illegal gebaut worden ist,interessiert kein A.....
Wir leben hier in Thailand und nicht in Mexico etc.
Jürgen Franke 21.05.17 21:27
Mike Dong, da ich den Zusammenhang
zwischen dem Bericht und Ihrem Kommentar nicht erkennen kann, nehme ich zu Ihren, etwas merkwürdig formulierten Zeilen auch keine Stellung.
Jürgen Franke 21.05.17 16:56
Es ist sicherlich sehr erfreulich,
wenn die Militärregierung illegal errichtete Gebäude abreist. Wobei man sich immer wieder die Frage stellen muß, wie so etwas überhaupt in diesem großem Ausmaße passieren konnte. Dass es überhaupt zu einem Einsatz des Militärs kommen muß, übersteigt mein Vorstellungsvermögen, da ich der Meinung bin, dass jeder Thai inzwischen begriffen haben muß, worum es hier geht. Bei dem Thema saubere Strände denke ich aber in erster Linie an die Müllentsorgung. Kann mir aber nicht vorstellen, dass das nun auch die Aufgabe des Militärs sein kann.
Oliver Rudolph 21.05.17 16:32
Armee greift durch
Nur so kann das System funktionieren.Hoffe ,dass es überall in Thailand umgesetzt wird.
Korruption wird es immer geben. Die Armee ist auf den besten Wege es einzugrenzen.

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