BANGKOK: Die Ausgaben für die sogenannte 30-Baht-Krankenversicherung laufen dem Staat aus dem Ruder.
Laut dem Gesundheitsminister Piyasakol Sakolsatayadorn hat das staatliche Budget bereits 4,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreicht. Weitere Steigerungen seien auf die Dauer nicht zu finanzieren. Es sei an der Zeit, darüber nachzudenken, ob das Programm in der derzeitigen Form beibehalten werden soll. Bei der 30-Baht-Krankenversicherung können sich 48 Millionen Thais in staatlichen Hospitälern für 30 Baht behandeln lassen. Damit abgegolten sind Medikamente und auch teure Untersuchungen. Der Staat überweist den Krankenhäusern pro Patient 2.700 Baht, insgesamt sind es jedes Jahr 101 Milliarden Baht. Viele Hospitäler kritisieren, die 2.700 Baht würden bei weitem nicht ausreichen. Neben der 30-Baht-Krankenversicherung gibt es noch die Krankenversicherung für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und deren Familien (fünf Millionen) sowie die Sozialversicherung, eine Pflichtversicherung für 9,9 Millionen Lohn- und Gehaltsempfänger. Die 30-Baht-Krankenversicherung wurde unter dem damaligen Premier Thaksin Shinawatra im Jahr 2002 eingeführt.
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