30-Baht-Krankenversicherung sprengt das Budget

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Die Ausgaben für die sogenannte 30-Baht-Krankenversicherung laufen dem Staat aus dem Ruder. 

Laut dem Gesundheitsminister Piyasakol Sakolsatayadorn hat das staatliche Budget bereits 4,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreicht. Weitere Steigerungen seien auf die Dauer nicht zu finanzieren. Es sei an der Zeit, darüber nachzudenken, ob das Programm in der derzeitigen Form beibehalten werden soll. Bei der 30-Baht-Krankenversicherung können sich 48 Millionen Thais in staatlichen Hospitälern für 30 Baht behandeln lassen. Damit abgegolten sind Medikamente und auch teure Untersuchungen. Der Staat überweist den Krankenhäusern pro Patient 2.700 Baht, insgesamt sind es jedes Jahr 101 Milliarden Baht. Viele Hospitäler kritisieren, die 2.700 Baht würden bei weitem nicht ausreichen. Neben der 30-Baht-Krankenversicherung gibt es noch die Krankenversicherung für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst und deren Familien (fünf Millionen) sowie die Sozialversicherung, eine Pflichtversicherung für 9,9 Millionen Lohn- und Gehaltsempfänger. Die 30-Baht-Krankenversicherung wurde unter dem damaligen Premier Thaksin Shinawatra im Jahr 2002 eingeführt.

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Wolfgang Neher 06.02.16 23:52
Klicke der Reichen.......
Richtig muß es heissen, dass die Klicke der Reichen und Nimmersatten diese Leistungen nicht finanzieren will.
Das Land des Lächelns, das wahre Gesicht
Sitting Bull 06.02.16 23:51
Lieber Herr Spiess.....
Ihren Kommentar moechte ich aus Gruenden der Hoeflichkeit lieber nicht kommentieren.
Jürgen Franke 28.12.15 23:28
Michael
unser Alter ist bei allen Versicherungen der wunde Punkt. Aus diesem Grund sollte man rechtzeitig die Weichen stellen. Die Würzburger macht aber nichts für Auswanderer und wollen eine deutsche Adresse. Versuche es bei der Globalitiy oder ASS Versicherungen. Aber alles mehr als 300 €. Damit musst Du rechnen. Von einer thailändischen Versicherung wurde mir abgeraten.

Anm. der Redaktion
Wir wollen hier kein Forum sein für Informationsaustausch von Krankenversicherungen. Wer sich informieren will, soll uns per E-Mail anschreiben. Wir geben entsprechende Kontaktadressen weiter.
@Jürgen Franke: Sie können Artikel kommentieren, jedoch nicht moderieren, also bleiben Sie bitte beim Thema des Artikels.
Jürgen Franke 28.12.15 10:07
Wer in Thailand
dauerhaft lebt, sollte rechtzeitig, je älter desto teurer, eine Krankenversicherung abschließen. Die Krankenhäuser rechnen mit der Versicherung direkt ab, ein Vorstrecken ist nicht erforderlich. Für Touristen sollte es eigentlich Pflicht sein, eine Versicherung vor Einreise abzuschließen, insbesondere vor dem Hintergrund der Unfallzahlen.
Alois Amrein 27.12.15 22:56
Am falschen Ort gespart
Thailand buttert jährlich Milliarden von THB in eine aufgeblähte Staatsbürokratie und einen ineffizienten Beamten- und Polizeiapparat, zudem weitere Milliarden in eine völlig überdimensionierte Armee, aber für eine anständige Krankenversicherung ist kein Geld vorhanden, auch unter Prayuth nicht.
Sitting Bull 26.12.15 14:30
Das es finanzierbar ist......
zeigt ja, dass das Programm so seit 13 Jahren schon laeuft. Das ist natuerlich ein Dorn im Auge der privaten Krankenhausbetreiber. Jeder Australier wird bestaetigen, dass das Niveau der thailaendischen Staatskliniken mit dem Australiens mithalten kann. Ich gehe seit Jahren NUR in staatliche Krankenhaeuser. Die Qualitaet ist gut. Die Preise vertraeglich(ich muss ja zahlen) . Nur Zeit haben muss man haben und warten koennen. Natuerlich ist das eine Last fuer den Staat, aber 5% des BIP sollte es wert sein. Die oft kriminell ueberteuerten Privatkliniken sind ja schon heute fuer den Normalbuerger absolut unbezahlbar. Aber der Neoliberalismus schreitet ueberall voran. Leider. Einen einmaligen Beitrag von 100-200 Bhat pro Krankenhausbesuch sollte allerdings auch fuer den hiesigen Normalbuerger zur Entlastung tragbar sein. Das ist zu loesen, wenn man will.

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