Polizei weist Vorwürfe zurück: „Kein Privatjet für Prawit“

Für 1,1 Milliarden Baht hat die Königlich Thailändische Polizei ein Flugzeug des Typs Dassault Falcon 2000S RTP 33-742 angeschafft und geriet ins Kreuzfeuer von empörten Netizen.
Für 1,1 Milliarden Baht hat die Königlich Thailändische Polizei ein Flugzeug des Typs Dassault Falcon 2000S RTP 33-742 angeschafft und geriet ins Kreuzfeuer von empörten Netizen.

BANGKOK: Die Königlich Thailändische Polizei weist Vorwürfe zurück, dass ein neu angeschafftes Flugzeug des Typs Dassault Falcon 2000S RTP 33-742 ausschließlich als private Dienstmaschine von Vizepremier Prawit Wongsuwon genutzt werden würde.

Nachdem die Kritik in Onlineforen zunahm, wandte sich Polizeisprecher Piya Uthayo an die Medien und beteuerte, dass das Flugzeug nicht allein dem stellvertretenden Premier- und Verteidigungsminister zur Verfügung stehen würde. Beide politischen Ämter werden von Prawit bekleidet.

Piya begründete den Ankauf des 1,1-Milliarden-Baht-Jets mit 10 Sitzplätzen mit der Notwendigkeit, dass die nationale Polizei ein Fluggerät benötige, mit dem auch nur sehr kurze Landepisten angesteuert werden können, um dringende Polizeieinsätze zu gewährleisten. Das Flugzeug mit 10 Sitzplätzen werde Piya folgend auf wöchentlichen Missionen eingesetzt werden, so im Kampf gegen Drogennetzwerke und anderen Formen des organisierten Verbrechens. Zudem soll es ranghohen Befehlshabern der Polizei für landesweite Behördenbesuche als Dienstmaschine zur Verfügung stehen.

Die Vorwürfe wurden laut, seitdem auf Facebook ein Foto kursiert, von dem behauptet wird, dass es sich um eine Aufnahme von der luxuriös ausgestatteten Kabine des neuen Polizeijets handeln würde. Piya wies dies als Falschmeldung zurück und bekräftigte, dass die Maschine über kein Luxusinterieur verfügen würde, sondern nur mit erforderlichem Equipment ausgestattet sei. Das auf sozialen Netzwerken geteilte Foto verurteilte er als Fälschung.

Berichten zufolge soll Vizepremier und Verteidigungsminister Prawit, der auch den nationalen Polizeiausschuss leitet, mit der Maschine am 27. Juni nach Lopburi geflogen sein, um an einer Zeremonie teilzunehmen, auf der Dorfbewohnern Landtitel-Urkunden zurückgegeben wurden.

Seine Vorliebe für Exklusives brachte Prawit mehrere Male in Verruf, besonders der zurückliegende Luxusuhrenskandal, der ihm den Beinamen „General Rolex“ einbrachte und sogar der gesamten Militärregierung Schwierigkeiten bescherte.

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