ASUNCIÓN: Der Handel zwischen Paraguay und Deutschland hatte zuletzt ein Volumen von gut 260 Millionen Euro. Aus Sicht von Präsident Peña kann es mehr werden. Bundespräsident Steinmeier sieht gute Bedingungen.
Paraguay wünscht sich eine engere Zusammenarbeit mit Deutschland - insbesondere im wirtschaftlichen Bereich. Sein Land sei bereit für Investitionen, sagte Präsident Santiago Peña in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Asunción. «Es ist unser großer Wunsch, dass Deutschland Paraguay neu entdeckt.» Das gelte für das Land, seine Menschen und seine Geschichte, aber auch für die «große Zukunft».
Steinmeier würdigte Paraguay als wichtigen Partner Deutschlands in Südamerika, mit dem man gleiche Werte und Interessen teile und regen Handel pflege. «Ich bin froh über die stabilen Verbindungen, die wir miteinander haben, in einer Zeit großer globaler Umbrüche.» Wenn wie heute die internationale Weltordnung infrage gestellt werde, «ist es wichtig, dass wir mit allen Verteidigern des Multilateralismus eng zusammenarbeiten».
Steinmeier erinnert an Voraussetzungen für Investitionen
Steinmeier versicherte Peña, in Deutschland bestehe großes Interesse am Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit seinem Land. Die Grundkonditionen für Investitionen seien bekannt: «Deutsche Unternehmen brauchen Investmentbedingungen, die auf Verlässlichkeit ausgerichtet sind, die darauf ausgerichtet sind, den Kampf gegen Korruption zu führen, die darauf ausgerichtet sind, dass der Rechtsstaat seine Durchsetzung findet.»
Natürlich werde auch auf die ökonomischen Daten geschaut, sagte Steinmeier. «Und die sind zurzeit sehr gut, was das wirtschaftliche Wachstum angeht, was die Inflationsrate angeht, was die Schulden angeht.» Er sehe gute Grundkonditionen in Paraguay gewährleistet, die das Interesse deutscher Unternehmen wecken könnten.
Probleme mit organisierter Kriminalität und Korruption
Mit dem Hinweis auf Korruptionsbekämpfung und Rechtsstaatlichkeit sprach Steinmeier Probleme in Paraguay an. Das Land leidet unter organisierter Kriminalität, Drogenschmuggel, Geldwäsche und Korruption. Vor allem das Dreiländereck zwischen Paraguay, Brasilien und Argentinien gilt als weitgehend rechtsfreier Raum.
Präsident Peña betonte in der Pressekonferenz allerdings, dass sein Land große Fortschritte bei der Umsetzung einer nationalen Strategie gegen Korruption gemacht habe. Auch den Kampf gegen organisierte Kriminalität habe man aufgenommen. Die Sicherheitskräfte des Landes seien gestärkt worden.