Medienorganisationen: Recht auf friedliche Proteste

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Sechs Medienorganisationen haben nach den neuerlichen gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei in einer gemeinsamen Erklärung alle Seiten in dem aktuellen politischen Konflikt zur Zurückhaltung aufgefordert.

Die Erklärung unterschrieben der Nationale Presserat, die Thai Journalists Association, die Thai Broadcast Journalists Association, die Online News Providers Association, der News Broadcast Council of Thailand und die National Union of Journalists Thailand.

In dem Schreiben heißt es, die sechs Organisationen lehnten jede Form von Gewalt ab. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass die Menschen in einem demokratischen System das Recht hätten, friedlich zu protestieren, ohne mit Waffen oder Gewaltanwendung konfrontiert zu werden. Die Erklärung fordert die Behörden auf, Demonstranten und Medienvertreter im Voraus klar über die Maßnahmen zu informieren, die Behörden zur Auflösung von Protesten ergreifen wollten, um so Gewalt zu vermeiden.

In der Erklärung werden die Medien aufgefordert, die Richtlinien für ihre Arbeit zu befolgen, um zu vermeiden, dass sie verletzt oder getötet werden oder dass ihre Ausrüstung oder Fahrzeuge beschädigt werden. Die Medienagenturen sollten die Sicherheit ihrer Mitarbeiter gewährleisten und sicherstellen, dass diese über eine angemessene Schutzausrüstung verfügten. Weiter heißt es, dass Reporter bei Demonstrationen Armbänder tragen sollten, die deutlich zeigten, dass sie im Auftrag von Medien vor Ort seien. Sie sollten abwägen, ob es sicher wäre, an solchen Kundgebungen teilzunehmen.

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