Kleine Demonstration gegen Akademikerball der FPÖ bleibt friedlich

Foto: epa/ Florian Wieser
Foto: epa/ Florian Wieser

WIEN (dpa) - Deutlich weniger Menschen als in den Vorjahren haben dieses Mal rund um den Akademikerball der FPÖ in Wien demonstriert. Nach Schätzungen der Polizei nahmen rund 1.600 Demonstranten am Freitagabend an der angemeldeten Kundgebung des Bündnisses «Offensive gegen Rechts» teil. Zu Sachbeschädigungen oder Festnahmen kam es zunächst nicht, lediglich ein paar pyrotechnische Gegenstände seien gezündet worden.

Die Demonstranten protestieren vor allem gegen die Politik der rechtskonservativen Regierung von ÖVP und FPÖ mit Sprüchen wie «Schießt den Strache (Vizekanzler und FPÖ-Chef, Anm.) auf den Mond, das ist Raumfahrt, die sich lohnt». Den Angaben zufolge waren rund 1900 Polizisten im Einsatz - etwa ein Drittel weniger als im Vorjahr.

Der Akademikerball hatte in der Vergangenheit immer wieder für teils wütende Proteste aus dem linken Lager gesorgt. 2018 demonstrierten rund 8.000 Menschen friedlich gegen den Ball, der von 1952 bis 2012 von deutsch-nationalen Burschenschaften ausgerichtet wurde. Seit 2013 ist die FPÖ Ausrichter des Balls.

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