Klage gegen Future Forward Party zurückgewiesen

Anhänger der Future Forward Party feiern am Dienstag den Gerichtsentscheid. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Anhänger der Future Forward Party feiern am Dienstag den Gerichtsentscheid. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK (dpa) - Es ging um den angeblichen Versuch, das Königshaus zu untergraben: Das Verfassungsgericht in Bangkok hat am Dienstag eine Klage gegen die Oppositionspartei „Future Forward“ zurückgewiesen.

Es gebe nicht genug Beweise für den Vorwurf. Die Future Forward Party (FFP) hatte die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Die Partei ist besonders bei jungen Leuten beliebt und ein Dorn im Auge der Regierung. Angeführt wird die FFP vom Multimillionär Thanathorn Juangroongruangkit, der in den Medien schon den Spitznamen „Thilands Macron“ trug.

Auch nach dem Prozess ist die Zukunft der Partei ungewiss. Es gibt noch eine weitere Klage und andere Vorwürfe, die Menschenrechtler als politisch motiviert sehen. Den Prozess am Dienstag hatte ein Anwalt ins Rollen gebracht, der auch meinte, das Logo der Partei ähnele dem Symbol der Illuminati, einer in Bayern entstandenen kurzlebigen Geheimgesellschaft des 18. Jahrhunderts, die heute noch in Verschwörungstheorien auftaucht.

In Thailand ist seit dem Militärputsch im Jahr 2014 General Prayut Chan-o-cha an der Macht. Seit der Parlamentswahl 2019, die von Manipulationsvorwürfen überschattet wurde, ist er Ministerpräsident einer Koalitionsregierung. Die FFP war bei der Wahl überraschend stark und landete auf dem dritten Platz.

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