Gefahr durch Vulkan Kanlaon steigt

Vulkan stößt Asche aus und zeigt erhöhte Aktivität

Ein Blick auf den unruhigen Vulkan Kanlaon im Dorf Biak na Bato in der Stadt Lacastellana, Provinz Negros Occidental. Foto: EPA-EFE/Danilo Meguiso
Ein Blick auf den unruhigen Vulkan Kanlaon im Dorf Biak na Bato in der Stadt Lacastellana, Provinz Negros Occidental. Foto: EPA-EFE/Danilo Meguiso

KANLAON: Der Vulkan auf den Philippinen verzeichnete in den letzten 24 Stunden sechs Ascheemissionen und 23 vulkanische Erdbeben. Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) meldet zudem einen erhöhten Schwefeldioxidausstoß. Die Alarmstufe bleibt auf Level 3, was auf magmatische Unruhe hindeutet.

Der Kanlaon-Vulkan, gelegen auf den philippinischen Inseln Negros Oriental und Negros Occidental, zeigt weiterhin eine erhöhte vulkanische Aktivität. In den vergangenen 24 Stunden wurden sechs Ascheemissionen registriert, die zwischen 12 und 84 Minuten andauerten. Zudem wurden 23 vulkanische Erdbeben verzeichnet, darunter 11 vulkanische Tremors, mit einer Dauer von sieben bis 74 Minuten.

Am 29. Dezember 2024 maß Phivolcs einen Schwefeldioxidausstoß von 6.559 Tonnen. Der Vulkan erzeugte eine voluminöse 200 Meter hohe Dampfwolke, die in westliche und südwestliche Richtung driftete. Diese Emissionen können zu Ascheniederschlägen in umliegenden Gebieten führen und stellen eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit der Bewohner dar.

Behörden warnen vor plötzlichen Ausbrüchen

Phivolcs hält die Alarmstufe für den Kanlaon-Vulkan weiterhin auf Level 3, was auf magmatische Unruhe hindeutet. Dies bedeutet, dass jederzeit mit plötzlichen explosiven Ausbrüchen, Lavaströmen, Ascheniederschlägen, pyroklastischen Strömen und Laharen bei starkem Regen gerechnet werden muss. Die Behörde warnt die Öffentlichkeit davor, sich in der Nähe des Vulkans aufzuhalten, und betont, dass Flüge in der Umgebung des Vulkans weiterhin verboten sind.

Bereits in den vergangenen Wochen zeigte der Kanlaon erhöhte Aktivität. Am 9. Dezember 2024 wurde die Alarmstufe von 2 auf 3 angehoben, nachdem eine explosive Eruption eine Aschewolke von 4.000 Metern Höhe erzeugte, die in west-südwestliche Richtung driftete. Diese Eruption führte zu Ascheniederschlägen in mehreren Gebieten, darunter Canlaon City und zehn Gemeinden in Negros Occidental, sowie auf den Inseln Guimaras und Panay.

Die erhöhte Aktivität des Vulkans hat die Behörden veranlasst, Evakuierungspläne für die umliegenden Gemeinden zu überprüfen und Notfallmaßnahmen zu verstärken. Die Bewohner werden aufgefordert, wachsam zu bleiben und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge zu leisten. Besonders bei Ascheniederschlägen wird empfohlen, Nase und Mund mit feuchten Tüchern oder Staubmasken zu bedecken, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Gefahr durch vulkanische Aktivitäten bleibt bestehen

Der Kanlaon ist einer der aktivsten Vulkane der Philippinen und hat in der Vergangenheit mehrfach eruptiert. Seine Aktivität wird kontinuierlich vom philippinischen Institut für Vulkanologie und Seismologie überwacht, um frühzeitig Warnungen aussprechen und Maßnahmen ergreifen zu können. Die aktuelle Situation erfordert besondere Aufmerksamkeit, da die Kombination aus Ascheemissionen, Erdbeben und hohem Schwefeldioxidausstoß auf eine mögliche Zunahme der vulkanischen Aktivität hindeutet.

Die Behörden betonen die Bedeutung der Einhaltung der ausgewiesenen Gefahrenzonen rund um den Vulkan. Es wird dringend davon abgeraten, sich innerhalb eines 6-Kilometer-Radius um den Krater aufzuhalten, da in diesem Bereich die Gefahr durch pyroklastische Ströme, Lavaströme und Ascheniederschläge am größten ist. Zudem sollten Bewohner in Flussnähe besonders wachsam sein, da bei starken Regenfällen Lahare entstehen können, die Schlamm- und Geröllströme mit sich führen.

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