IS reklamiert Anschlag in Pakistan für sich

Sicherheitsbeamter bewacht Krankenhaus in Chaman, nachdem Bewaffnete ein Polio-Impfteam an der Grenze dort angegriffen haben!! Foto: EPA/Akhter Gulfam
Sicherheitsbeamter bewacht Krankenhaus in Chaman, nachdem Bewaffnete ein Polio-Impfteam an der Grenze dort angegriffen haben!! Foto: EPA/Akhter Gulfam

ISLAMABAD: Mindestens 31 Menschen wurden bei dem Selbstmordanschlag in einem Vorort der Hauptstadt Islamabad getötet. Die Tat richtete sich gegen schiitische Muslime.

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat den tödlichen Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus in Pakistan für sich reklamiert. Dies gab das IS-Sprachrohr Amak über Telegram bekannt. Dort wurde auch ein Foto verbreitet, das den Selbstmordattentäter zeigen soll. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Mindestens 31 Menschen waren bei dem Anschlag beim Freitagsgebet in einem Vorort der pakistanischen Hauptstadt Islamabad getötet worden. Nach Behördenangaben wurden weitere rund 170 Menschen verletzt.

Der Selbstmordattentäter habe vor dem Gebäudekomplex zunächst das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet, erklärte ein Polizeisprecher unter Berufung auf Augenzeugen. In dem Gemeindehaus habe der Attentäter dann einen Sprengstoffgürtel gezündet.

Immer wieder Gewalt in Atommacht Pakistan

In den vergangenen Jahren kam es in der Atommacht Pakistan wieder vermehrt zu Gewalt und Anschlägen - Anschläge in den Metropolen gelten aber als selten. Am vergangenen Wochenende kamen bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Terroristen an verschiedenen Orten in der Unruheprovinz Baluchistan Dutzende Menschen ums Leben. In anderen Landesteilen verübte die Terrormiliz IS Anschläge gegen Schiiten, die sie als Abtrünnige des Islams betrachten.

Schiitische Muslime stellen etwa 20 Prozent der fast 250 Millionen Einwohner des südasiatischen Landes.

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