Hilfswerk: Angriffe auf christliche Einrichtungen steigen

Foto: epa/Kay Nietfeld
Foto: epa/Kay Nietfeld

FRANKFURT/KELKHEIM (dpa) - Das christliche Hilfswerk «Open Doors» hat eine weltweite Zunahme der Verfolgung von Christen registriert.

Laut dem von der Organisation veröffentlichtem Weltverfolgungsindex wurden innerhalb eines Jahres fast 9500 Kirchen und kirchliche Einrichtungen attackiert, zerstört oder geschlossen. Das sind etwa fünfmal mehr als ein Jahr zuvor, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht hervorgeht.

Vor allem gebe es in China einen «Angriff der Behören auf das kirchliche Leben», sagte ein Sprecher. Laut den Angaben wurde dort rund 5500 Attacken auf kirchliche Einrichtungen im ausgewerteten Zeitraum zwischen dem 1. November 2018 und dem 31. Oktober 2019 gezählt. Ein weiteres Problem sei die zunehmende Islamisierung in Afrika, hieß es.

«Open Doors» folgt nach eigenen Angaben einem weiten Verständnis des Begriffs Verfolgung, das verschiedene Formen von Diskriminierung einschließt. In der Erhebung werden rund 150 Länder berücksichtigt und in sechs Kategorien mit Punkten bewertet. Die 50 Länder mit der höchsten Verfolgungsrate werden in den Weltverfolgungsindex aufgenommen. Der jährlich erscheinende Bericht der als strenggläubig geltenden Gruppe war in der Vergangenheit wegen seiner Methodik in die Kritik geraten.

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