Das bringt der Freitag

Das bringt der Freitag

Bundestag entscheidet über Militäreinsätze in Westafrika

BERLIN: Der Bundestag entscheidet am Freitag in namentlicher Abstimmung über die weitere Zukunft der Militäreinsätze deutscher Soldaten in Westafrika. Das neue Mandat für die deutsche Beteiligung an der UN-Stabilisierungsmission Minusma in Mali sieht vor, die personelle Obergrenze von 1100 auf 1400 Soldaten zu erhöhen. Dagegen wird die europäische Ausbildungsmission EUTM in Folge des Militärputsches in Mali weitgehend auf Eis gelegt. Geplant ist nun ein Einsatzschwerpunkt im benachbarten Niger, wo deutsche Kommandosoldaten bereits einheimische Kräfte für den Kampf gegen Terrorismus und bewaffnete Banden ausbilden.


Scheich von Katar und Minister zu Besuch in Berlin

BERLIN: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) empfängt an diesem Freitag (13.45 Uhr) den Emir von Katar, Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani, zu einem Gespräch. Der Emir des Golfstaats befindet sich auf einer mehrtägigen Reise durch mehrere europäische Länder. Am Vormittag (9.00 Uhr) will er Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue treffen. Neben dem Emir reisen nach katarischen Angaben auch Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, Energieminister Saad Scharida al-Kaabi, Finanzminister Ali bin Ahmed al-Kuwari und Handelsminister Mohammed bin Hamad Al Thani an.


Bundesrat berät über zahlreiche Entlastungsgesetze

BERLIN: Der Bundesrat berät an diesem Freitag abschließend über zahlreiche Gesetzesvorhaben der Ampel-Koalition zur Entlastung der Bürger. Auf der Tagesordnung stehen Maßnahmen, die finanzielle Erleichterungen im Bereich Steuern, Energie und Verkehr bringen sollen. Dazu kommen Entlastungen für Familien. Es geht unter anderem um das 9-Euro-Ticket, eine Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe zur Reduzierung der stark gestiegenen Spritpreise und um die Energiepreispauschale von 300 Euro, die Erwerbstätige im Herbst ausgezahlt bekommen sollen.


Gericht verhandelt über Streit um Äußerungen zum Corona-Ursprung

HAMBURG: Ein Streit über den Ursprung des Coronavirus zwischen dem Virologen Christian Drosten und dem Nanowissenschaftler Roland Wiesendanger wird am Freitag (11.00 Uhr) vor dem Landgericht Hamburg verhandelt. Dabei geht es um Äußerungen Wiesendangers in einem Interview des Magazins «Cicero», das am 2. Februar dieses Jahres unter der Überschrift: «Stammt das Coronavirus aus dem Labor? - «Herr Drosten hat Politik und Medien in die Irre geführt»» erschienen war. Nach Erscheinen des Interviews hatte Drosten Wiesendanger abgemahnt und am 14. März dieses Jahres eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Hamburg erwirkt. Wiesendanger hat gegen die Verfügung Widerspruch eingelegt.


Volksverhetzungsprozess gegen polnischen Priester in Köln

KÖLN: Der erzkonservative polnische Theologe Dariusz Oko muss sich am Freitag (10.00 Uhr) wegen Volksverhetzung vor dem Amtsgericht Köln verantworten. Das Gericht hatte einen Strafbefehl über 4800 Euro gegen Oko verhängt, weil der Professor Homosexuelle in einem Beitrag für die deutschsprachige Zeitschrift «Theologisches» unter anderem als «Parasiten» und «Krebsgeschwür» bezeichnet hatte. Auch gegen einen Redakteur der Zeitung wird verhandelt. Beide sind katholische Priester.


Prozessbeginn gegen 30-Jährigen wegen Mordes und Vergewaltigung

ULM: Er soll einen Mann mit Alkohol wehrlos gemacht, ihn vergewaltigt und ermordet haben: Vor dem Landgericht Ulm beginnt am Freitag (8.30 Uhr) der Prozess gegen einen 30 Jahre alten Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord und Vergewaltigung mit Todesfolge vor. Der Angeklagte soll in der Nacht auf den 1. Dezember 2021 in seiner Wohnung im Amstetten einem 35 Jahre alten Bekannten so lange Alkohol verabreicht haben, bis dieser vollkommen wehrlos war. Um seine Vergewaltigung zu verdecken, soll der Angeklagte es unterlassen haben, einen Arzt zu rufen, obwohl er gewusst haben soll, dass der 35-Jährige in Lebensgefahr schwebte.


14-Jähriger stirbt nach Routine-Operation - Prozess in Gütersloh

GÜTERSLOH: Dreieinhalb Jahre nach dem Tod eines 14-Jährigen bei einem Routine-Eingriff in einem Krankenhaus in Gütersloh beschäftigt sich das dortige Amtsgericht am Freitag (10.00 Uhr) mit dem Fall. Die Anklage wirft dem Narkosearzt fahrlässige Tötung vor. Der heute 47-Jährige soll es versäumt haben, ein Gerät für die Sauerstoffversorgung zu kontrollieren. Bei fahrlässiger Tötung sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor.


Lego klagt in Düsseldorf gegen «Klemmbaustein»-Händler

DÜSSELDORF: Der Spielwarenhersteller Lego will am Freitag (13.45 Uhr) in einem Verfahren vor dem Düsseldorfer Landgericht einem Paderborner Händler den Verkauf von bestimmten Konkurrenzprodukten verbieten lassen. Lego sehe in dem Verkauf der Produkte einen Verstoß gegen das Marken-, Design- und Urheberrecht, teilte das Gericht mit. Nach Auffassung der dänischen Firma könnten die von dem Händler vertriebenen Spielfiguren mit den Lego-Minifiguren verwechselt werden. Den Streitwert bezifferte das Gericht auf 500.000 Euro.


Gewinnrekord im Eurojackpot möglich - Rund 106 Millionen Euro im Topf

MÜNSTER: In seiner mehr als zehnjährigen Geschichte ist die Gewinnsumme im Eurojackpot erstmals über 100 Millionen Euro gestiegen. Nach der Ziehung am Freitag (gegen 19.00 Uhr) im finnischen Helsinki könnte es mit 106 Millionen Euro somit einen Gewinnrekord für Deutschland geben. Bislang war die Gewinnsumme bei 90 Millionen Euro gedeckelt. Die 18 Teilnehmerländer der europäischen Lotterie hatten die Regeln zum 10. Geburtstag Ende März geändert.


Bayerischer Filmpreis in München - Sönke Wortmann erhält Ehrenpreis

MÜNCHEN: München rollt wieder den roten Teppich aus: Am Freitag (19.00 Uhr) wird der Bayerische Filmpreis verliehen. «Sommermärchen»-Regisseur Sönke Wortmann erhält in diesem Jahr den Ehrenpreis. Überreichen sollte ihn Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Wortmann verbinde in seinem Werk Zeitgeschichte und die Emotionen des Sports und sei auch als Produzent und Romanautor erfolgreich.


Rammstein nach Corona-Pause zurück auf der Bühne

LEIPZIG: Mit zwei Konzerten in Leipzig meldet sich die international gefeierte Berliner Band Rammstein zurück auf deutschen Tourbühnen. Die Musiker um Sänger Till Lindemann (59) präsentieren ihre von viel Feuer, Böllern und Effekten geprägte Show an diesem Freitag (19.30 Uhr) und Samstag in der Arena der sächsischen Stadt. Neben Leipzig sind im Juni Konzerte vorgesehen in Berlin (4./5.), Stuttgart (10./11.), Hamburg (14./15.) und Düsseldorf (18./19.). Im Gepäck ist das Ende April veröffentlichte Erfolgsalbum «Zeit», das Rammstein umgehend auf Platz eins der Charts katapultierte.


Schloss Burg in Solingen holt den Weihnachtsmarkt nach

SOLINGEN: Glühwein und Schlittschuhlaufen im Mai: Auf Schloss Burg in Solingen wird an diesem Wochenende der wegen der Corona-Pandemie abgesagte Weihnachtsmarkt nachgeholt. Von Freitag (14.00 Uhr) an bieten rund 60 Händler auf dem ehemaligen Sportplatz in Oberburg Handwerkskunst an - umrahmt von Tannenbäumen und Weihnachtsmusik. Auch Schlittschuhlaufen auf einer Kunsteisbahn und Eisstockschießen seien möglich.


Erstes Relegationsspiel Kaiserslautern - Dresden vor vollem Haus

KAISERSLAUTERN: Der 1. FC Kaiserslautern und Dynamo Dresden bestreiten an diesem Freitag (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion ihr erstes Zweitliga-Relegationsspiel. 46.895 Zuschauer werden auf dem Betzenberg bei der Partie zwischen dem Drittliga-Dritten und dem Zweitliga-Drittletzten erwartet. Aus Dresden kommen rund 5000 Fans.


Eishockey-Team kann WM-Viertelfinale fast perfekt machen

HELSINKI: Das deutsche Eishockey-Nationalteam kann am Freitag den Viertelfinal-Einzug bei der WM in Finnland so gut wie perfekt machen. Fünfter Vorrundengegner der Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm in Helsinki ist dann Außenseiter Italien (15.20 Uhr/Sport1 und MagentaSport). Sollte der vierte Sieg in Serie gelingen, wäre dem WM-Halbfinalisten von 2021 und dem Olympia-Zehnten von 2022 der Einzug in die K.o.-Runde nur noch theoretisch zu nehmen.

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