BANGKOK: Die Zahl der Covid-19-Fälle steigt thailandweit, da die Menschen nach den Neujahrsferien in ihre Arbeitsstätten zurückkehren. Laut einem Epidemiologen der Chulalongkorn-Universität ist die Anzahl der Krankenhauseinweisungen im Vergleich zur Vorwoche um 7 Prozent angestiegen.
Assoc. Prof. Thira Woratanarat, Spezialistin für Präventivmedizin und Epidemiologie an der medizinischen Fakultät der Chulalongkorn-Universität, berichtet zudem von einem Anstieg um 6,2 Prozent bei Personen, die Atemprobleme aufgrund von Covid-19 meldeten. Dies stellt den größten Anstieg seit vier Monaten dar. Die Zahl der Covid-19-Patienten, die auf Atemhilfe angewiesen sind, ist ebenfalls um 13,8 Prozent gestiegen. Die Prognose für die kommende Woche liegt bei 4.243 bis 5.893 neuen Fällen pro Tag.
Dr. Thira betont, dass Menschen, die sich nach den Feiertagen unwohl fühlen, besonders auf ihre Gesundheit achten sollten. Covid-19-Symptome sollten aufmerksam verfolgt werden, da ein Test möglicherweise erst 4 bis 5 Tage nach der ersten Exposition ein positives Ergebnis liefert. In dieser Zeit besteht die Gefahr der Übertragung, wenn keine vorbeugenden Maßnahmen wie das Tragen einer Gesichtsmaske in der Öffentlichkeit ergriffen werden.
Angesichts der erwarteten weiteren Zunahme der Covid-19-Fälle in den nächsten vier bis sechs Wochen appelliert Dr. Thira an die strikte Befolgung der Richtlinien des öffentlichen Gesundheitswesens.
Auch in Nakhon Ratchasima verzeichnet der Gesundheitschef der Provinz, Dr. Suphon Tatiyananthaphon, einen erheblichen Anstieg neuer Covid-19-Fälle während und nach den Neujahrsfeierlichkeiten. Die Provinz sei auf einen stetigen Anstieg der Krankenhauseinweisungen vorbereitet.
Letzte Woche meldete das Zentrum für medizinische Genomik am Ramathibodi Hospital die Entdeckung der ersten Fälle mit der JN.1-Subvariante der Omikron-Variante in Thailand. Experten erwarten, dass diese Untervariante die Hauptvariante von Covid-19 in Thailand werden könnte.