Makha-Bucha-Tag: Thailands Glaube

Ein buddhistischer Mönch trägt eine Lotusblume bei einer Prozession zum Makha-Bucha-Tag auf dem Sanam Luang in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Ein buddhistischer Mönch trägt eine Lotusblume bei einer Prozession zum Makha-Bucha-Tag auf dem Sanam Luang in Bangkok. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Von: Martin Rüegsegger
Beginn: Dienstag, 3. März 2026 00:00 Uhr
Ende: Dienstag, 3. März 2026 23:59 Uhr
Standort: Thailand

Spirituelles Fest erinnert an die Lehren Buddhas

THAILAND: Der Makha-Bucha-Tag markiert einen der bedeutendsten spirituellen Termine im thailändischen Kalender. Als buddhistischer Staatsfeiertag erinnert er an eine zentrale Predigt Buddhas, die heute als das Herzstück der gesamten buddhistischen Lehre angesehen wird.

Der Überlieferung nach versammelten sich an diesem Tag 1.250 Schüler des Buddha vollkommen spontan und ohne vorherige Absprache. Sie kamen zusammen, um den Worten ihres Meisters zu lauschen. Da dieses Ereignis nach dem traditionellen Mondkalender auf den Vollmondtag des dritten Monats fällt, variiert das Datum des Festes im westlichen Kalender jährlich.

Bedeutung und Etymologie

Der Name des Feiertages leitet sich aus der Pali-Sprache ab. Er setzt sich zusammen aus „Māgha“, der Bezeichnung für den dritten Mondmonat, und „Pūjā“, was so viel wie Verehrung bedeutet. Somit steht Makha Bucha für die Ehrerbietung gegenüber Buddha und seiner Lehre zu diesem speziellen astronomischen Zeitpunkt.

Im ganzen Land kommen die Gläubigen an diesem Tag in den Tempelanlagen zusammen. Ein zentrales Element der Feierlichkeiten sind die beeindruckenden Lichterprozessionen. Mit brennenden Kerzen, duftenden Räucherstäbchen und Blumen in den Händen umrunden die Thais dreimal das Hauptgebäude des Tempels im Uhrzeigersinn.

Stille und Einkehr im öffentlichen Leben

Während im Inneren der Tempel die Mönche die Lehren Buddhas predigen, kommt das öffentliche Leben in Thailand weitgehend zur Ruhe. Banken, staatliche Behörden sowie die meisten privaten Dienstleistungsbetriebe bleiben an diesem hohen Feiertag geschlossen, um den Menschen Raum für Gebete und Besinnung zu geben.

Ein wichtiger Aspekt für Einheimische und Touristen gleichermaßen ist das strikte Alkoholverbot, das landesweit gilt. Der Verkauf von alkoholischen Getränken ist untersagt, und viele Vergnügungsstätten stellen ihren Betrieb ein, um den respektvollen Charakter des religiösen Festes zu wahren.


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