Beginn Sommerzeit (1 Std. vorstellen)

Eine Uhrgrafik verdeutlicht die Umstellung auf die Sommerzeit, bei der die Uhren in Europa um eine Stunde vorgestellt werden. Foto: Fotolia
Eine Uhrgrafik verdeutlicht die Umstellung auf die Sommerzeit, bei der die Uhren in Europa um eine Stunde vorgestellt werden. Foto: Fotolia
Von: Martin Rüegsegger
Beginn: Sonntag, 29. März 2026 02:00 Uhr
Ende: Sonntag, 29. März 2026 03:00 Uhr
Standort: DE/CH/AT

Zeitunterschied zu Thailand verringert sich auf fünf Stunden

In der Nacht auf Sonntag, den 29. März 2026, wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Uhren umgestellt. Pünktlich um 02:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) sprang die Anzeige auf 03:00 Uhr vor, womit die Sommerzeit offiziell Einzug hält. Für die Leser des Newsportals DER FARANG und alle im Königreich Thailand lebenden Expats bedeutet dies eine Umstellung in der täglichen Kommunikation mit der Heimat.

Der Zeitunterschied zwischen Thailand und der D-A-CH-Region verringert sich durch diesen Schritt von sechs auf nunmehr fünf Stunden. Da Thailand selbst keine saisonale Zeitumstellung vornimmt und das gesamte Jahr über die „Indochina Time“ (ICT) beibehält, verschieben sich die gewohnten Zeitfenster für Telefonate oder geschäftliche Videokonferenzen ab diesem Wochenende um eine Stunde nach vorne.

Historischer Hintergrund und globale Anwendung

Diese Praxis, die Uhren im Frühjahr vorzustellen, wird in vielen Ländern weltweit angewendet, um das Tageslicht in den Abendstunden besser auszunutzen und potenziell Energie zu sparen. Der Ursprung geht auf einen Vorschlag aus dem Jahr 1895 zurück. Während die Europäische Union und die USA an diesem System festhalten, haben andere Nationen die Umstellung bereits vor Jahren abgeschafft, was den globalen Zeitzonen-Teppich zunehmend komplexer gestaltet.

Obwohl die Sommerzeit unbestreitbare Vorteile für die Freizeitgestaltung und Outdoor-Aktivitäten bietet, mehren sich seit Jahren die kritischen Stimmen. Mediziner weisen immer wieder auf potenzielle Gesundheitsrisiken hin, die durch den abrupten Wechsel des Biorhythmus entstehen können. Zudem wird die tatsächliche Energieeinsparung, das ursprüngliche Hauptargument für die Einführung, von Experten heute oft als marginal oder gar nicht vorhanden eingestuft.

Politische Debatte innerhalb der EU

Innerhalb der Europäischen Union gibt es bereits seit längerer Zeit intensive Diskussionen über eine mögliche Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung. Eine endgültige Entscheidung auf politischer Ebene lässt jedoch weiterhin auf sich warten, da eine Harmonisierung zwischen den Mitgliedstaaten als schwierig gilt. Solange keine einheitliche Regelung gefunden wird, bleibt das bekannte Prozedere am letzten Sonntag im März für Millionen von Menschen bestehen.

Für Reisende zwischen Südostasien und Europa hat die Umstellung direkte Auswirkungen auf die Flugpläne. Passagiere sollten ihre Reiseunterlagen für Flüge rund um den 29. März genau prüfen, da sich die Ankunfts- und Abflugzeiten lokal verschieben können. Die nun beginnende Sommerzeit wird bis in die Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 andauern, bevor die Uhren wieder auf die Normalzeit zurückgestellt werden.

Hintergrund dieser Regelung bleibt die Absicht, die hellen Stunden des Tages besser mit den Wachzeiten der Bevölkerung in Einklang zu bringen. In Thailand hingegen orientiert sich der Tagesrhythmus weiterhin an den konstanten tropischen Sonnenauf- und -untergängen, was die stabilen sieben Stunden Zeitabstand zur UTC (Coordinated Universal Time) erklärt.


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