Erhält Yingluck politisches Asyl?

Foto: The Nation / Facebook / @secret100million
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BANGKOK: Thailands flüchtige ehemalige Premierministerin Yingluck Shinawatra befinde sich einem Bericht der Pheu-Thai-Partei folgend in London und warte auf die Anerkennung des Status als politischer Flüchtling, berichtet „The Nation“.

Die Quelle bestätigte, dass Yingluck einen Antrag auf politisches Asyl in Großbritannien eingereicht habe, nachdem sie der Oberste Gerichtshof in Bangkok im November vergangenen Jahres für schuldig im Zusammenhang mit dem Reissubventionsprogramm ihrer Regierung gesprochen hatte.

Yingluck floh im August 2017 aus Thailand, kurz bevor das Gericht sein Urteil verlesen konnte. Sie wurde später in Abwesenheit zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt, weil sie, so die Richter, ihre Amtspflicht bei der Überwachung des Reissubventionsprogramms vernachlässigt habe, woraus ein massiver finanzieller Schaden für den Staat resultierte.

Auf sozialen Netzwerken und in lokalen Medien tauchten in den vergangenen Wochen immer wieder Fotos auf, die Yingluck in London zeigten. Die thailändische Polizei bestätigte inzwischen, dass die Frau auf den Fotos Yingluck sei, konnte aber nicht belegen, wann genau die Fotos aufgenommen wurden.

Da die Behörden Ende Oktober 2017 ihre vier Reisepässe für ungültig erklärten, kamen Fragen darüber auf, mit welchem amtlichen Ausweis sie nach Großbritannien eingereist war. Gemäß der Quelle der Pheu-Thai-Partei, hätte Yingluck zunächst jedoch keinen Reisepass aus irgendeinem Land benötigt. Denn, wird ihrem Antrag auf politisches Asyl in Großbritannien stattgegeben, würde ihr ein Reisedokument ausgestellt werden, das ab diesem Zeitpunkt benutzt werden könnte.

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