Thai AirAsia soll an die Börse

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Asia Aviation (AAV), der größte Anteilseigner von Thai AirAsia (TAA), hat sich frisches Geld besorgt und will die Fluggesellschaft an die Börse bringen.

Laut Tassapon Bijleveld, dem geschäftsführenden Vorsitzenden von AAV, leitet das Unternehmen eine Umstrukturierung ein und hat sich 3,15 Milliarden Baht von einem neuen Investor gesichert. „Wir können nicht darauf warten, dass die Regierung die vor einem Jahr von den Fluggesellschaften beantragten zinsgünstigen Kredite vergibt. Wir hoffen, dass die Vereinbarung mit einem neuen Investor der Fluggesellschaft helfen wird, die Liquidität zu erhalten und den Flugbetrieb wie gewohnt aufrechtzuerhalten, wenn die Luftfahrtindustrie Anfang nächsten Jahres wieder zulegt", sagte Tassapon.

Die TAA sei qualifiziert, an der Stock Exchange of Thailand (SET) notiert zu werden und die AAV, ihre Holdinggesellschaft, zu ersetzen. Die Börsennotierung von TAA schaffe mehr Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung, während Investoren Dividenden direkt von der Fluggesellschaft und nicht über die Holdinggesellschaft erhielten. Um TAA an der SET zu listen, brauche das Unternehmen die Zustimmung der Aktionäre, deren Treffen für den 4. Juni angesetzt sei. Um mit dem Umstrukturierungsplan fortzufahren, müsse AAV aufgelöst werden, um 55 Prozent der TAA-Aktien an die Aktionäre des neu notierten Unternehmens zu verteilen. Die Auflösung und Liquidation könne jedoch nur erfolgen, wenn der Börsengang von der Securities and Exchange Commission (SEC) genehmigt werde, so der Vorsitzende.

Der dritte Virenausbruch hat nach Angaben von Tassapon dazu geführt, dass 60 bis 70 Prozent der Inlandsflüge gestrichen wurden. Die Fluggesellschaft habe ihre Belegschaft um 75 Prozent verkleinert, um Betriebskosten zu sparen, aber die neue Coronawelle in diesem Monat verursache noch mehr wirtschaftliche Schmerzen.

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