BIELEFELD: Ganz in der Nähe des Landgerichts von Bielefeld fallen Schüsse, es gibt Verletzte und eine Festnahme. Es scheint einen Zusammenhang zu einem erschossenen Profi-Boxer zu geben.
Im März 2024 wird mitten in der Fußgängerzone der deutschen Stadt Bielefeld ein ehemaliger Profiboxer erschossen, ein knappes Jahr später fallen wieder Schüsse.
Mindestens zwei Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Wieder fielen die Schüsse mitten in der Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen, wenige Schritte vom Landgericht entfernt.
Wieder scheint es auch einen Zusammenhang mit dem Mord an dem Ex-Boxer Besar Nimani zu geben: In dem Gerichtsgebäude läuft - unter strengen Sicherheitsvorkehrungen - seit Ende Januar der Prozess gegen einen der Männer, die für den Tod Nimanis verantwortlich sein sollen.
Auch am Mittwoch war dort wieder verhandelt worden. Kurz nachdem der Prozess am Mittag unterbrochen wurde, sollen nach Angaben des Gerichts die Schüsse gefallen sein. Aus Polizeikreisen ist zu erfahren, dass es sich um einen gezielten Angriff auf Personen gehandelt habe, die Bezug zu dem Prozess haben. Ein Tatverdächtiger sei kurz nach den Schüssen festgenommen worden. Wie viele beteiligte Täter es gebe, sei aber unklar, teilen die Ermittler mit.
Worum geht es bei dem Prozess?
Ende Januar hatte vor dem Landgericht ein Prozess um den Tod Nimanis begonnen. Die Verhandlungstage finden unter großen Sicherheitsauflagen statt.
Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Bielefeld sollen zwei Männer dem Opfer am 9. März 2024 aufgelauert und nach einem gemeinsamen Tatplan vor einem Geschäft in der Bielefelder Fußgängerzone 16 Schüsse abgegeben haben.
Der 38-Jährige verblutete noch am Tatort. Das Motiv ist bis heute unklar. Der jetzt wegen heimtückischen Mordes 34-jährige Angeklagte hat sich bislang nicht zu dem Tatvorwurf geäußert. Ein weiterer Tatverdächtiger ist weiterhin auf der Flucht.