Merkel: Zusammenarbeit mit Frankreich wird noch enger

Foto: Twitter/@mlnangalama
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BERLIN (dpa) - Vor dem deutsch-französischen Ministerrat am kommenden Mittwoch hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine enge Zusammenarbeit mit Frankreich beschworen. «Sowohl im bilateralen Bereich als auch bei der Lösung internationaler Konflikte arbeiten Deutschland und Frankreich sehr eng zusammen und wollen das auch in Zukunft tun», sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft, die am Samstag veröffentlicht wurde.

Die Kanzlerin, der französische Präsident Emmanuel Macron und Minister beider Länder treffen sich am Mittwoch zu Beratungen in Toulouse. Merkel und Macron wollen dort auch den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus besuchen. Im Vorfeld ist bereits am Sonntagabend ein Treffen der beiden in Paris geplant.

Die Kanzlerin verwies auf den Anfang des Jahres besiegelten neuen Freundschaftspakt der beiden Länder, den Aachener Vertrag: «Damit wird unsere Zusammenarbeit noch enger werden.» Sie hob Pläne hervor, den direkten Kontakt der Bürger in den Grenzregionen zu fördern - sie nannte die Gründung von Kulturinstituten. «Außerdem wird es einen Ausschuss zu Problemen im grenznahen Raum geben. Dieser Ausschuss wird gegründet und wir werden erste Projekte auf dem deutsch-französischen Ministerrat vorstellen.» Zudem verwies Merkel darauf, dass man sich künftig vor jedem EU-Gipfel «intensiv verständigen» wolle, «wie Deutschland und Frankreich möglichst mit gemeinsamen Positionen auftreten».

Auf EU-Ebene hatte das Europaparlament zuletzt die frühere französische Verteidigungsministerin Sylvie Goulard als Kandidatin für die neue EU-Kommission abgelehnt. Macron hatte daraufhin die künftige EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (CDU) für das Scheitern seiner Kandidatin verantwortlich gemacht und vor einer «politischen Krise» gewarnt.

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