Teuer, verlassen und ausgestorben

Ein Leser ist enttäuscht über den Besuch in einem Schwimmenden Markt in Hua Hin:

Sehr geehrte Damen und Herren, als Thailandauswanderer möchte ich gerne über einen frustrierenden Ausflug berichten.

Ich lebe in Cha-am und wollte mit meinem ersten Besuch aus der Schweiz im Juni 2017 Hua Hin besichtigen. Auf dem Weg habe ich ein Schild entdeckt, das zu einem Floating Market führt, da war ich schon einmal 2010. Im Floating Market (künstlich angelegt) angekommen, erfolgte dann die große Überraschung: 300 Baht Eintritt für Farangs und für Thais freier Eintritt. Ich bezahle Eintritt, damit ich hier einkaufen und konsumieren darf? Wo auf der Welt gibt es das?

Frustriert beglichen wir zwei Farangs den Eintritt und ich war einfach sprachlos: 40 bis 50 Prozent der Geschäfte waren geschlossen und der Markt ist in einem Zustand, der zu wünschen übrig lässt. Alles defekte Holzdielen, keine Sitzbank, die man normal benutzen könnte. Hier ist seit sechs bis sieben Jahren kein einziger Nagel mehr eingeschlagen und keine Holzdiele ersetzt worden. Wofür wird das Eintrittsgeld verwendet? Ach ja, um mit dem Boot auf einer dunkelbraunen, undefinierbaren Brühe fünf Minuten umher zu tuckern, hätten wir nochmal 50 Baht pro Person bezahlen sollen. 

Mein Fazit über diese Sehenswürdigkeit in Hua Hin: 300 Baht in ein Nachtessen zu investieren, ist hundertmal besser, als noch einmal einen Schritt in diesen Markt zu setzen. Für mich jedenfalls einmal, das letzte Mal und einmal zu viel.

André Gasser, Cha-am

Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!

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