„Sabai, sabai Deutschland“ …jetzt online!

Detlev F. Neuferts Dokumentation berichtet von gelungener Integration

Für Thais, die in Deutschland leben möchten, liefert „Sabai, sabai Deutschland“ wertvolle Informationen über die Gesellschaft und die Herausforderungen in der Wahlheimat.
Für Thais, die in Deutschland leben möchten, liefert „Sabai, sabai Deutschland“ wertvolle Informationen über die Gesellschaft und die Herausforderungen in der Wahlheimat.

BANGKOK/BERLIN: Wie leben eigentlich Thais in Deutschland? Genau diese Frage probiert Regisseur Detlev F. Neufert in der Dokumentation „Sabai, sabai Deutschland“ zu beantworten, die in Kooperation mit dem Goethe-Institut Bangkok und der EU im Jahr 2016 gedreht wurde und jetzt online abrufbar ist.

Integration ist derzeit in aller Munde. „Sabai, sabai Deutschland“ beweist mit vier Portraits, wie eine gelungene Assimilierung in der neuen Wahlheimat aussehen kann und liefert darüber hinaus wertvolle Tipps, wie bereits im Vorfeld in Thailand die Weichen für das neue Leben in Übersee gestellt werden können. Ziel der sehenswerten Produktion ist, den Menschen, die in Deutschland heiraten oder arbeiten wollen, ein authentisches Bild der Gesellschaft zu zeigen, das realistisch und angstfrei ist.

Der Begriff Integration ist heutzutage zumeist negativ besetzt. Nicht so bei „Sabai, sabai Deutschland“. Die Dokumentation zeigt am Beispiel von fünf in Deutschland lebenden Thailänder/innen, wie es geht und, dass verschiedene Kulturen, Religionen und Lebensweisen durchaus zusammenpassen können. Die Dreharbeiten fanden in Berlin, Düsseldorf, Heilbronn, Paderborn und Bernau am Chiemsee statt.

Sprache und Kultur

Aus dem Chiemgau wird zum Beispiel Siri Nieß porträtiert, die Filmemacher und Autor Detlev F. Neufert in Bernau entdeckte. Dort hat sie sich mit einem erfolgreichen Massagesalon – „Siri's Thaimassagen“ – mit traditioneller therapeutischer Thai-Massage einen Namen gemacht. Die Kunden kommen von weit über die Grenze Deutschlands und sind so zufrieden, dass ihre Heilerfolge inzwischen als Geheimtipp gelten. Die Thailänderin ist mit Bernhard Nieß aus Unterwössen verheiratet. Der Spezialist für Antennenbau, ist Kassenwart des dortigen Trachtenvereins. Dass die beiden zu heimischen Veranstaltungen in Tracht erscheinen, versteht sich. Siri selbst ist von dem bayrischen Dirndl begeistert.

Siri Nieß (v. l.) hat es geschafft. Mit traditioneller Thai-Massage hat sie sich im Chiemgau einen Namen gemacht.
Siri Nieß (v. l.) hat es geschafft. Mit traditioneller Thai-Massage hat sie sich im Chiemgau einen Namen gemacht.

„Sabai, sabai Deutschland“ dokumentiert Siris Leben im Chiemgau, erzählt von den anfänglichen Schwierigkeiten, wie sie als Putzfrau in Reit im Winkel über die Runden kommen musste, wie wichtig die Sprache und die deutsche Kultur für sie wurde, wie es ihr gelang, eine erfolgreiche Geschäftsfrau zu werden und wie es ihr und ihrem Mann gelang, das Klischee einer Thailänderin in Deutschland zu überwinden.

Vier Erfolgsgeschichten

Mit der Kamera begleitet wurden auch Omchai Krumbiegel in Düsseldorf, Mietköchin für ausgezeichnete Thai-Küche, Wuttichai Wuphaa aus Heilbronn, der neben seinem Beruf als Elektriker im Salzbergwerk die Kunst des Muay-Thai-Boxens in Deutschland lehrt und Suchada Beyer aus Paderborn, die sich als Dozentin für deutsche Sprache und traditionelle Thai-Musik einen Namen gemacht hat.

„Sabai, sabai Deutschland“ kann unter nachfolgenden Link online auf YouTube angeschaut werden: goo.gl/YVS2Ur. Alternativ bei YouTube als Suchbegriff eingeben: เยอรมนี สบาย สบาย – Sabai, sabai Deutschland.   

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